Vorzeitige Winterpause in der Regionalliga Bayern!

Aufgrund der Corona-Pandemie und den steigenden Infektionszahlen in den letzten Monaten, hat die deutsche Bundesregierung bereits in der vergangenen Woche einen bundesweiten Teil-Lockdown, welcher zunächst für den November angesetzt ist, beschlossen. Im gesamten Freistaat Bayern gelten daher seit gestern die empfohlenen Vorgaben zur Eindämmung des Coronavirus, welche u. a. strengere Regelungen für persönliche Kontakte und die Schließung der Gastronomie umfassen. Auch für den Sport treten im Zuge dessen neue Bestimmungen in Kraft: „Die Ausübung von Individualsportarten ist nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt. Die Ausübung von Mannschaftssportarten ist untersagt“, heißt es in Paragraph 10 Absatz 1 der Achten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Eine Ausnahme ist der Trainings- und Wettkampfbetrieb für Berufssportler und Kaderathleten, welcher unter Einhaltung diverser Voraussetzungen (bspw. keine Anwesenheit von Zuschauern) weiterhin zulässig ist (-> zur Verordnung).

Auf der Grundlage dieser neuen Maßnahmen und den damit einhergehenden Einschränkungen hat der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes am gestrigen Montagabend die vorzeitige Winterpause im bayerischen Amateurfußball beschlossen. Auch der Trainings- und Wettkampfbetrieb in der Regionalliga Bayern wird mit sofortiger Wirkung eingestellt und erst im kommenden Jahr fortgesetzt. „Dass wir bereits jetzt mit allen Spiel- und in Altersklassen in die Winterpause gehen, ist sicherlich keine überraschende Nachricht, sondern vielmehr die logische Konsequenz aus dem jetzt verhängten Sportverbot. Fakt ist, dass wir im kompletten November ein Sportverbot haben. Es wäre keinem Verein zuzumuten, jetzt abzuwarten und direkt im Dezember wieder ins Geschehen einzugreifen“, betont Jürgen Faltenbacher (Schatzmeister des BFV). Ebenso weist der Verband in seiner offiziellen Pressemitteilung darauf hin, dass alle weiteren Entscheidungen hinsichtlich der Spielplangestaltung für den Re-Start im neuen Jahr 2021 – wie auch schon in der Vergangenheit – individuell von der jeweils zuständigen spielleitenden Stelle auf Verbands-, Bezirks- und Kreisebene getroffen werden. Grundsätzlich gilt für alle Ligen und Altersklassen weiterhin eine zweiwöchige Ankündigungszeit, ehe der Wettkampf-Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann (-> zur Pressemitteilung).

Auch das Team um Chef-Trainer Leonhard Haas wird den Trainingsbetrieb mit sofortiger Wirkung einstellen und sich in die Winterpause begeben. „Da die Eindämmung des Coronavirus derzeit höchste Priorität hat, stehen wir voll und ganz hinter der Entscheidung des Bayerischen Fußball-Verbandes, die verbliebenen fünf Spiele im Fußballjahr 2020 ins kommende Jahr zu verschieben und die Winterpause vorzuziehen“, gibt Geschäftsführer Andreas Huber zu verstehen und ergänzt eine gute Nachricht für alle Fans, die bereits im Besitz eines Tickets für die verschobenen Spiele gegen Illertissen und Rosenheim sind: „Alle erstandenen Tickets, sowohl die umgetauschten Dauerkarten als auch erworbene Spieltagskarten, gelten weiterhin und zählen beim jeweils neuen Spieltermin im kommenden Jahr.“

Mit dem Beschluss der vorzeitigen Winterpause endet gleichzeitig ein kurzlebiges Fußballjahr 2020, in welchem die Regionalliga-Mannschaft des SV Wacker Burghausen insgesamt nur sieben Pflichtspiele bestreiten konnte. Auf den 1:2-Rückrunden-Auswärtssieg beim SV Viktoria Aschaffenburg am 07. März 2020 folgte der erste Lockdown und weitreichende Ausgangs- sowie Kontaktbeschränkungen, welche neben Bereichen wie Wirtschaft, Bildung oder Gesundheit auch die Sportwelt vor unerwartete Probleme stellte. „Rückblickend auf das Fußballjahr 2020 möchte ich mich zunächst bei unseren treuen Sponsoren und Fans bedanken, welche sich trotz dieser schwierigen Zeit weiterhin für den SV Wacker Burghausen einsetzen. Besonderer Dank gilt vor allem aber auch den Crowdfunding-Unterstützern, welche uns im März und April mit ihrer Unterstützung geholfen haben, die anfallenden Fixkosten abzufedern und die wirtschaftliche Stabilität der Wacker Burghausen Fußball GmbH zu sichern,“ erklärt Huber. In einer Phase, in der der Fußball in den Hintergrund gerückt ist, wurde auch die Regionalliga-Mannschaft einem Umbruch unterzogen: Auf 13 Abgänge folgten sechs Neuzugänge, während mit André Leipold und Tobias Hofbauer auch zwei weitere Spieler des Nachwuchsleistungszentrums den Sprung in die erste Herrenmannschaft schafften. Das junge Team fand im Rahmen der Vorbereitungen auf den neu-angesetzten Liga-Pokal sowie den Re-Start in der Regionalliga Bayern schnell zueinander und konnte das Auftakt-Derby gegen den TSV Buchbach mit 4:2 für sich entscheiden. Nach drei Spielen im Liga-Pokal führt der SV Wacker Burghausen die Vorrundengruppe Südost mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 9:6 an, während das Team um Chef-Trainer Leonhard Haas in der Regionalliga Bayern mit zwei Siegen und einem Unentschieden wichtige sieben Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren konnte.

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