Halbjahresbilanz an der Salzach – von A bis Z

PM_Halbjahresbilanz

Die Mannschaft von Cheftrainer Leo Haas befindet sich nach dem 2:2 in Schweinfurt seit Anfang Dezember in der Winterpause. Zeit, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Der SV Wacker Burghausen befindet sich nach 23 gespielten Partien mit 36 Punkten auf Tabellenplatz 7 der Regionalliga Bayern. Mit elf Siegen, drei Unentschieden und neun Niederlagen weisen die Salzachstädter ein Torverhältnis von 49:36 auf.

 

Assists
Mit neun Torvorlagen konnte der erst 20-jährige Noah Shawn Agbaje die meisten Assists im Team verbuchen. Zudem traf der flinke Offensivspieler selbst zwei Mal ins Schwarze. Beim 8:0-Heimerfolg gegen den TSV 1860 Rosenheim am dritten Spieltag bereitete Burghausens Nummer 20 sogar gleich drei Tore vor. Bei den Auswärtsdreiern in Illertissen (1:2) und in Memmingen (0:3) gelang Agbaje jeweils ein Treffer.

 

Bayerischer TOTO-Pokal
Der diesjährige Toto-Pokal führte den SV Wacker Burghausen in der ersten Runde nach Oberpframmern. Gegen den oberbayerischen Kreisligisten gelang Burghausen ein ungefährdeter 5:1-Auswärtssieg. In der zweiten Runde taten sich die Salzachstädter beim SV Schalding-Heining lange schwer, lagen in der 80. Minute noch mit 0:2 zurück und standen schon am Rande des Ausscheidens. Doch André Leipold und Nicholas Helmbrecht schossen ihre Farben in den letzten 10 Spielminuten ins Elfmeterschießen, wo alle fünf Wacker-Schützen trafen und am Ende ein 7:6-Erfolg zu Buche stand. Gegen den Drittligisten TSV 1860 München holte man im darauffolgenden Achtelfinale erneut ein 0:2 auf, hatte aber dieses Mal im Elfmeterschießen das Nachsehen.

 

Corona
Nachdem die vergangene Regionalliga-Saison 2019/2021 coronabedingt zunächst unter- und anschließend abgebrochen werden musste, konnte die aktuelle Spielzeit 2021/2022 trotz der häufig wechselnden Regelungen sowie Bestimmungen nahezu planmäßig durchgeführt werden. Wie viele weitere Regionalliga-Vereine, blieben jedoch auch die Salzachstädter vom Coronavirus nicht verschont. So wurde u.a. die Begegnung beim TSV 1860 Rosenheim (ursprüngliche Ansetzung: 13. November 2021) – aufgrund von zwei Coronafällen in der Mannschaft – sicherheitshalber verschoben. Einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie leistete der SV Wacker Burghausen im Rahmen der Heimspiele gegen den TSV 1860 Rosenheim (27.07.2021) und den TSV 1860 München (08.09.2021) in Kooperation mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Altötting: Bei beiden Begegnungen wurde jeweils ein mobiles Impf-Team im SVW-Sportpark eingesetzt, um ohne vorherige Terminvereinbarung Erst- und Zweitimpfungen an alle Impfwilligen zu verabreichen.

 

Dauerbrenner
Markus Schöller stand in allen 23 Spielen über 90 Minuten am Platz, genauer gesagt zwischen den Pfosten. Mit 2070 Spielminuten ist er der absolute Dauerbrenner im Team von Leo Haas. Unter den Feldspielern haben Co-Kapitän Felix Bachschmid (1.866 Minuten), Goalgetter Robin Ungerath (1.847) und Innenverteidiger Philipp Walter (1.845) die meiste Spielzeit.

 

Elfmeterschießen
Im Toto-Pokal kam es zweimal nach einem 0:2 Rückstand und einer anschließenden Aufholjagd gegen den SV Schalding-Heining sowie den TSV 1860 München zum Elfmeterschießen. In Schalding trafen mit Denis Ade, Noah Agbaje, Nicholas Helmbrecht, André Leipold und Philipp Walter alle fünf SVW-Schützen. Im Elfmeterschießen gegen den Drittligisten trafen Kevin Hingerl, Felix Bachschmid, Georgios Spanoudakis und Philipp Walter, während André Leipold vom Punkt vergab. Bei den Löwen trafen indes alle fünf Schützen.

 

Fans (zweitbester Zuschauerschnitt der Liga)
Im Schnitt kamen zu den Heimspielen in der Wacker-Arena 933 Zuschauer. Mit 10.259 Gesamtzuschauern belegt man nach Unterhaching, Bayern II, Aschaffenburg und Schweinfurt den fünften Platz innerhalb der Regionalliga Bayern. Mit einem Schnitt von 933 Zuschauern pro Partie schafft man es sogar auf den zweiten Platz in dieser Statistik. Nur Haching mit 1.088 Zuschauern pro Spiel ist hier besser. Topwert in der Liga war das Heimspiel gegen den FC Bayern II mit 2.021 Zuschauern. Nicht zur Wertung zählt der Toto-Pokal. Hier begrüßte man zum Spitzenspiel gegen den TSV 1860 München sogar 4.100 Zuschauer.

 

Gelbe Karten
Mit acht gelben Karten hat Felix Bachschmid teamintern bisher die meisten gelben Karten gesammelt. Dahinter folgen Kevin Hingerl mit sechs und Jerome Läubli mit vier gelben Karten. Ligaweit führen Pipinsrieds Dzemailji mit elf sowie Markus Schwabl aus Unterhaching mit zehn gelben Karten.

 

Heimspiele
In elf Heimspielen gelangen Burghausen bislang vier Siege. Dagegen stehen zwei Unentschieden und bereits fünf Niederlagen. So belegt man in der Heimtabelle auch nur den 13. Tabellenplatz. Auswärts hingegen liegt man mit sieben Siegen aus 12 Spielen auf Rang 4.

 

International
Im Kader stehen aktuell vier Spieler aus der Alpenregion. Während Jerome Läubli ein Schweizer Eidgenosse ist, wuchs Lukas Mazagg in Südtirol auf. Zudem vertreten Moritz Moser und Keeper Markus Schöller die österreichischen Farben. Die weiteste Reise in die Heimat hat jedoch Ryosuke Kikuchi als Japaner. Die deutsche Staatsbürgerschaft mit internationalen Wurzeln haben Georgios Spanoudakis (Griechenland), Antonio Trograncic (Kroatien), Sammy Ammari (Tunesien), Noah Agbaje (Nigeria) und Mert Sahin (Türkei).

 

Joker
Mit 19 Einwechslungen ist Sammy Ammari der absolute Joker. Der erfolgreichste Einwechselspieler ist allerdings André Leipold, der nach Einwechslungen bereits dreimal traf. Daneben erzielte Noah Agbaje beide seiner zwei Saisontore jeweils als Joker.

 

Kapitän
Kapitän Christoph Schulz spielte jedes seiner 18 Saisonspiele von Beginn an und wurde acht Mal ausgewechselt. Dabei erzielte er ein Tor und bereitete drei Treffer vor. Co-Kapitän Felix Bachschmid spielte diese Saison bereits 22-mal, stand davon 21-mal in der Startelf und sammelte dabei zehn Scorer-Punkte (2 Tore, 8 Assists).

 

Leo Haas
Seit Dezember 2019 ist Leonhard Haas neuer Chef-Trainer der Regionalliga-Mannschaft des SV Wacker Burghausen. Seit seinem Amtsantritt leitete der gebürtige Rosenheimer insgesamt 37 Pflichtspiele der Salzachstädter von der Seitenlinie. Mit 20 Siegen, vier Unentschieden und 13 Niederlagen kommt Haas dabei auf einen Durchschnitt von 1,73 Punkten pro Spiel (Regionalliga und TOTO-Pokal). Damit ist er nach Stanley König (2,17 Punkte pro Spiel bei sechs Begegnungen) und Ronald Schmidt (2,00 Punkte pro Spiel bei fünf Begegnungen), die beide deutlich kürzere Amtszeiten hatten, gleichzeitig auch der dritterfolgreichste Trainer des SVW in der Regionalliga Bayern-Historie. In der laufenden Spielzeit 2021/2022 konnte die Haas-Elf in 23 Ligaspielen insgesamt 36 Punkte einfahren, was einen Schnitt von 1,57 Punkten pro Spiel ergibt.

 

Mammut-Saison
Mit 20 Mannschaften stehen diese Saison in der Regionalliga erstmals 38 Spieltage an. Der SVW hat bis zur Winterpause bereits 23 davon absolviert. Alleine von Mitte Juli bis Ende August standen in den sechs Wochen 13 Spiele auf dem Programm. In der Frühjahrsrunde stehen noch 15 Spiele an.

 

Nachspielzeit
Wenn Burghausen spielt ist viel los in der Nachspielzeit. Bereits drei Tore kassierte der SV Wacker Burghauen in der Nachspielzeit. Während der FC Augsburg jenseits der 90. Minute die 3:1-Niederlage besiegelte, gelang Eltersdorf der 1:5-Ehrentreffer. Noch in besonders frischer Erinnerung ist wohl der bittere 2:2-Ausgleichstreffer von Schweinfurts Adam Jabiri in der vierten Minute der Nachspielzeit beim letzten Spiel vor der Winterpause. Allerdings gelang Burghausens Andreas Scheidl in der Nachspielzeit in Aubstadt mit einem Traumtor der goldene Siegtreffer beim 2:1 gegen die Grabfelder.

 

Oldies
Alte Spieler sucht man in den Reihen der Schwarz-Weißen vergeblich. Trotzdem hat man erfahrene Spieler im Kader. Mit 29 Jahren ist Rückkehrer Moritz Moser als älteste Spieler, aber immerhin noch unter 30 Jahren. Mit 225 Spielen kennt Stürmer Sammy Ammari die Regionalliga Bayern am besten. Dagegen bringen Moritz Moser und Kevin Hingerl Drittligaerfahrung mit.

 

Punktelieferant (6 Punkte Schalding)
Dem im Abstiegskampf steckenden SV Schalding-Heining ist es als bislang einziges Team in dieser Saison gelungen alle 6 Punkte gegen den SV Wacker zu holen. Die beiden Spitzenteams Bayreuth und Schweinfurt mussten dagegen bereits jeweils drei bzw. vier Punkte an Burghausen abgegeben.

 

Querpass
Die Offensive um Goalgetter Robin Ungerath ist in der laufenden Saison nicht gerade für Querpässe bekannt. Ganz im Gegenteil spielt die Mannschaft von Leo Haas zielstrebig Richtung gegnerisches Tor und stellt somit die drittbeste Offensive der Liga. Mit 49 eigenen Treffern muss man sich nur Bayern II (73), Schweinfurt (69) und Bayreuth (60) geschlagen geben. Alleine 30 Tore davon gingen auf das Konto der drei Youngster Robin Ungerath (14 Tore), André Leipold (9 Tore) und Christoph Maier (7 Tore).

 

Rote Karte
Die einzige rote Karte bisher kassierte Mittelfeldspieler Denis Ade beim Spiel gegen den FC Pipinsried wegen vermeintlicher Schiedsrichterbeleidigung. Ade wurde zu einer Sperre von zwei Spielen verdonnert.

 

Schützenfest (8:0 gegen Rosenheim)
Am dritten Spieltag gab es eine der höchsten Siege des SV Wacker Burghausen. Nach dem Dreierpack von Christoph Maier, einem Doppelpack von Robin Ungerath und je einem Tor von Denis Ade, Jerome Läubli sowie André Leipold stand es am Ende 8:0 in der Wacker-Arena.

 

Team
Vor der aktuellen Spielzeit 2021/2022 gab es einige Spielerwechsel in den Reihen des SV Wacker Burghausen: Während Johannes Kraus (VfB Eichstätt), Marius Herzig (FC Sevilla C), Egon Weber sowie Thorsten Nicklas (beide SV Kirchanschöring), Tobias Hofbauer (SV Schalding-Heining) und Levin Ramstetter (SV Erlbach) den SV Wacker Burghausen verlassen haben, kehrten Lukas Mazagg (ausgeliehen an den FC Bayern Alzenau) und Moritz Moser (TSV 1860 Rosenheim) zurück an die Salzach. Robin Ungerath (zuvor TSV 1880 Wasserburg), Antonio Trograncic (zuvor TSV 1860 München II), Ryosuke Kikuchi und Mert Sahin (beide zuvor VfR Garching) wechselten ebenfalls nach Burghausen.

 

Ungerath
Vor ein paar Jahren ging Robin Ungerath noch in der Kreisliga auf Torejagd. In seiner ersten Regionalliga-Saison kam der Neuzugang bislang auf 22 Spiele, in denen er immer von Beginn an ran durfte. Das entgegengebrachte Vertrauen zahlte der Stürmer mit bislang 14 Toren zurück. Damit liegt er auf Platz vier der Liga-Torschützenliste.

 

Verwarnungen
Bislang sammelte das Team um Kapitän Christoph Schulz in 23 Ligaspielen 47 gelbe Karten und eine rote Karte. Damit liegt man in der Fairness-Tabelle hinter Bayern II auf dem zweiten Platz.

 

Weiße Weste
Der Torhüter Markus Schöller und seine Vorderleute blieben in vier Spielen ohne Gegentore. In den Heimspielen gegen Rosenheim (8:0) und Eichstätt (3:0) sowie auswärts gegen Rain (4:0) und Memmingen (3:0) behielt Schöller die weiße Weste.

 

X für Unentschieden
Mit erst drei Unentschieden in 23 Spielen weist man erstaunlich wenige Punkteteilungen auf. In den Spielen mit Wacker-Beteiligung gibt es somit fast immer einen Sieger und Verlierer. Lediglich das 1:1 gegen Buchbach sowie die beiden 2:2-Remis gegen die Topteams Bayern II und Schweinfurt brachten am Ende keinen Sieger hervor.

 

Youngster
Die Mannschaft des SV Wacker Burghausen ist mit einem Alterdurchschnitt von 23,17 fast eine U23-Mannschaft. Die für 30 von 47 Toren verantwortlichen Top-Torjäger im Team – Robin Ungerath (22 J.), André Leipold (20 J.), Christoph Maier (22 J.) – sind wie neun weitere Kicker allesamt unter 23 Jahren.

 

Zwölfter Mann
Der Zwölfte Mann, die Fans, haben mit toller Stimmung und mit einer atemberaubenden Choreographie gegen den FC Bayern München II vor über 2.000 Zuschauern für eine super Atmosphäre in der Wacker-Arena gesorgt. Egal ob Sieg oder Niederlage, die Fans sind immer für den SV Wacker da. Vielen Dank!