Burghausen unterliegt den Münchener Löwen im Elfmeterschießen!

PM_Nachbericht zum Spiel gegen 1860 München

Der SV Wacker Burghausen hat sein TOTO-Pokal-Achtelfinale gegen den TSV 1860 München am gestrigen Mittwochabend vor 4.100 Zuschauern in der Wacker-Arena mit 6:7 nach Elfmeterschießen verloren. „Ich bin extrem stolz auf das gesamte Team. Nach dem 0:2-Rückstand haben wir Moral bewiesen und uns vor einer überragenden Kulisse ins Spiel zurückgekämpft. Im Elfmeterschießen war das Glück dann leider nicht auf unserer Seite“, resümiert Wacker-Coach Leonhard Haas.

Kaum hatte Schiedsrichter Patrick Hanslbauer die Begegnung freigegeben folgte bereits die erste Großchance für die Salzachstädter: Wacker-Angreifer André Leipold wird in der zweiten Spielminute nach seinem Ballgewinn im Sechzehner des TSV 1860 München von Semi Belkahia zu Fall gebracht, woraufhin Hanslbauer nach kurzem Zögern auf Strafstoß entschied. Der Ex-Löwe Nicholas Helmbrecht konnte den Elfmeter jedoch nicht verwandeln und verpasste damit die Möglichkeit zum 1:0-Führungstreffer. In der Folge fanden die Gäste dann besser in die Partie und kamen durch Marcel Bär sowie Richard Neudecker zu ihren ersten gefährlichen Torchancen. In der 27. Spielminute war es dann Löwen-Angreifer Marcel Bär, der eine Flanke von Niklas Lang am langen Pfosten zum 0:1 für 1860 München verwerten konnte. Nach dem Führungstreffer entwickelte sich bis zur Halbzeit eine offene Partie mit weiteren Gelegenheiten auf beiden Seiten. Zunächst verpasste André Leipold nach einer Flanke von Noah Agbaje den Ausgleichstreffer, ehe Richard Neudecker das Gehäuse der Gastgeber per Distanzschuss nur knapp verfehlte.

Nach dem Seitenwechsel neutralisierte sich die Begegnung und beide Mannschaften kamen zunächst noch zu keinen zwingenden Torchancen. In der 55. Spielminute erhöhte Stefan Lex den Spielstand dann per Lupfer auf 0:2, nachdem er zuvor durch einen schönen Steilpass von Mittelfeldregisseur Neudecker perfekt in Szene gesetzt worden war. Haas reagierte prompt und brachte gleich drei neue Spieler auf einmal in die Begegnung: Für Moritz Moser, Nicholas Helmbrecht und Denis Ade kamen Jerome Läubli, Kevin Hingerl und Christoph Maier. Letzterer tauchte nach einem langen Ball in der 64. Spielminute plötzlich frei im Löwen-Strafraum auf und verwandelte souverän zum 1:2-Anschlusstreffer. Nur vier Zeigerumdrehungen später kam Goalgetter Robin Ungerath aus knapp 20 Metern in zentraler Position frei zum Abschluss und brachte dem SV Wacker mit einem Sonntagsschuss ins rechte obere Eck den Ausgleich zum 2:2. Beflügelt vom Doppelschlag kamen die Burghauser in den folgenden Minuten zu einer weiteren guten Möglichkeit durch André Leipold, der im Eins gegen Eins jedoch an 1860-Schlussmann Kretzschmar scheiterte.  Es entwickelte sich ein echter Pokal-Krimi mit einigen gefährlichen Szenen auf beiden Seiten, wobei jedoch keine der beiden Mannschaften bis zum Abpfiff das Spiel für sich entscheiden konnte. Die Entscheidung nach 90 gespielten Minuten sollte folglich also im Elfmeterschießen fallen.

Hier trafen zunächst jeweils die ersten zwei Schützen beider Mannschaften, ehe Tom Kretzschmar den dritten Burghauser-Elfmeter von André Leipold parieren konnte. Alle weiteren Elfmeter wurden sicher verwandelt, woraufhin Marcel Bär als fünfter Schütze für den TSV 1860 München mit dem entscheidenden Treffer den 6:7-Endstand besiegelte.

 

 

SV Wacker Burghausen:

Schöller – Scheidl (73. Reiter), Walter, Mazagg, Moser (59. Hingerl) – Helmbrecht (59. Maier), Ade (59. Läubli), Agbaje (46. Spanoudakis) – Bachschmid – Ungerath, Leipold. Trainer: Haas

 

TSV 1860 München:

Kretschmar – Lang, Wein, Belkahia, Greillinger – Tallig, Dressel – Lex, Neudecker, Biankadi (82. Linsbichler) – Bär. Trainer: Brandl

 

Tore:

0:1 Bär (27.), 0:2 Lex (55.), 1:2 Maier (64.), 2:2 Ungerath (68.)

Elfmeterschießen: 3:2 Hingerl, 3:3 Lex, 4:3 Bachschmid, 4:4 Tallig, 4:5 Linsbichler, 5:5 Spanoudakis, 5:6 Dressel, 6:6 Walter, 6:7 Bär

 

Karten:

Gelb: Ungerath, Maier, Bachschmid, Spanoudakis – Belkahia, Biankadi