Bericht

Donnerstag, 04.08.2011
Wacker verliert in Jena mit 0:1




Auch im siebten Anlauf in der Dritten Liga kann der SVW gegen Carl Zeiss Jena nicht gewinnen. Vor 6226 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld verliert Wacker das Duell gegen den Thüringer Traditionsverein mit 0:1. Torschütze des Tages war in der 70. Spielminute der ehemalige Bundesliga-Profi Jan Simak. Das Team von Rudi Bommer tat sich im ersten Auswärtsspiel der Saison sichtlich schwer, konsequent nach vorne zu spielen und eigene Chancen zu kreieren. Zwar waren die Gastgeber über weite Strecken nicht unbedingt Torgefährlicher, dennoch geht das Ergebnis aufgrund der zweiten Halbzeit unter dem Strich in Ordnung.

Gegenüber dem 3:2-Heimerfolg gegen Rot-Weiß Oberhausen Rudi Bommer veränderte aufgrund der Oberschenkelverletzung von Heiko Schwarz auf einer Position. Christoph Behr stand für ihn auf der linken Mittelfeldseite von Beginn an auf dem Feld.


Kaum Höhepunkte in der ersten Hälfte

Beide Teams starteten mit gehörigem Respekt voreinander in die Partie. Der SVW war bemüht vor allem in der Defensive sicher zu stehen und die eine oder andere Kontergelegenheit zu nutzen. Da aber auch der Gastgeber vorsichtig in ihren Offensivaktionen agierte, waren Torchancen in der ersten Spielhälfte Mangelware. Einzig durch die Fernschüsse von Glasner (23.) und Eberlein (42.) wurde es für den gegnerischen Torhüter Tino Berbig ein wenig brenzlich. Auf der Gegenseite war der Freistoß von Jan Simak in der 30. Minute der Höhepunkt im Jenaer Angriff. Aber nicht nur die defensive Ausrichtung beider Mannschaften, sondern auch viele Fouls hemmten den Spielfluss, sodass Wacker mit drei (Grübl, Heidrich, Burkhard) und Jena mit einer Gelben Karte (Maul) beim Stand von 0:0 in die Kabine gingen.


Wacker mit dem besseren Start – Jena mit dem Tor

Rudi Bommer zog in der Halbzeit die Konsequenz aus dem lahmenden Offensivspiel und brachte den wiedergenesenen Nicky Adler für Christoph Behr. Dieser brachte auch gleich neuen Schwung in die Partie und setzte Grübl nach einer Einzelleistung in Szene. Doch der Jenaer Schlussmann konnte den Schuss des Flügelflitzers mit den Fingerspitzen reaktionsschnell klären. (46.) Bei der darauf folgenden Ecke hätte der gegnerische Abwehrspieler Alexander Voigt beinahe ins eigene Tor geköpft, wenn Berbig nicht erneut auf den Posten gewesen wäre. Das war es dann allerdings schon mit dem kurzen Aufbäumen der Wacker-Elf. Jena kam immer besser ins Spiel und die Mannen von Heiko Weber drückten der Begegnung ihren Stempel auf. Zwar konnte die Abwehr um René Vollath zunächst die Angriffe der Gastgeber noch abwehren, aber in der 72. Spielminute kam es dann doch folgerichtig zum Rückstand. Nach einem Fehler im Aufbauspiel setzten die Thüringer einen schnellen Konter über Voigt und Jovanovic. Letzterer bediente den zentral postierten Jan Simak, der kaum Mühe hatte das Spielgerät im rechten Toreck unterzubringen.

Auf den Gegentreffer hin stellte Rudi Bommer das System auf zwei Spitzen um und wechselte den heute blass wirkenden Youssef Mokhtari für Christian Brucia aus. (76.) Doch auch diese Umstellung brachte nicht die erhoffte Wende. Einzig der Schuss von Adler in der 82. Spielminute ließ die mitgereisten Wacker-Anhänger noch hoffen. Doch auch diesen wussten die Thüringer zu klären. Somit blieb es am Ende beim unter dem Strich verdienten 1:0 für den Gastgeber. Eine Niederlage, die mit etwas mehr Siegeswillen und Einsatz sicher nicht nötig gewesen wäre.


„Für unsere Fehler bestraft worden“

Nach der Partie zeigte sich Bommer in der Pressekonferenz enttäuscht. Vor allem, dass seine Mannschaft nie richtig in die Zweikämpfe gefunden hatte, wurmte den Trainer. „Jena wollte den Sieg mit aller Macht. Dem konnten wir heute nicht genug entgegensetzten“, gab er zu Protokoll. „Letztendlich sind wir für unsere eigenen Fehler bestraft worden.“


Heimspiel vor der Brust

Trotz der heutigen Niederlage gilt es nun den Glauben an die eigene Stärke nicht zu verlieren. Die Mannschaft hat gegen Oberhausen gezeigt, welche Qualitäten sie besitzt. Diese müssen vor heimischer Kulisse erneut abgerufen werden, um gegen den Berliner Vorstadtklub SV Babelsberg 03 bestehen zu können. Mit den eigenen Fans im Rücken werden wir alle sicherlich einen wiedererstarkten SVW erleben. Anpfiff der Partie ist am kommenden Samstag, den 06. August, um 14.00 Uhr in der Wacker-Arena.

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