Bericht

Freitag, 16.09.2011
0:0 – Wacker-Rumpftruppe erkämpft sich in Wiesbaden einen Punkt




Trotz großer Personalsorgen (7 Ausfälle oder Sperren) hält die Serie der Bommer-Elf. Mittlerweile seit acht Spielen ist der SVW ungeschlagen. Beim Aufstiegsaspiranten SV Wehen-Wiesbaden holte Wacker dank einer taktisch und kämpferisch sehr starken Leistung einen verdienten Punkt. Die 5200 Zuschauer sahen zwar keine Tore, aber dennoch eine sehr unterhaltsame Partie.

Rudi Bommer verändert die Startformation gegenüber dem Heimspiel gegen Bielefeld auf vier Positionen: Für die gesperrten Nicky Adler und Darlington Omodiagbe sowie für Heiko Schwarz und Maxi Thiel begannen Ronald Schmidt, Sahr Senesie, Christian Brucia und Thomas Leberfinger. Senesie dufte aufgrund des erfolgreichen Einspruchs, gegen eine Sperre wegen vermeintlicher Schiedsrichterbeleidigung, der WBFG am heutigen Abend auflaufen. Die Verhandlung über eine eventuelle Sperre wird voraussichtlich am kommenden Dienstag stattfinden.


Wacker verhält sich taktisch sehr clever

Rudi Bommer stellte aufgrund der Personalsorgen das System leicht um. Mit Marco Holz, Ronald Schmidt und Thomas Leberfinger spielen drei Akteure im defensiven Mittelfeld. Trotz des Abwehrbollwerks mussten die Burghauser bereits in der vierten Minute eine Schrecksekunde hinnehmen. Saller setzte sich auf der Außenbahn durch und flankte zu Mintzel, der freistehend am Tor vorbei köpfte. Aber dies war so etwas wie ein Hallo-Wach-Effekt für die Wacker-Hintermannschaft. Danach stand sie sehr solide und stoppten die Angriffsbemühungen der Gastgeber bereits weit vor dem eigenen Strafraum. In der Offensive setzte die Wacker-Elf auf gezielte Nadelstiche und versuchte nach Ballgewinnen schnell umzuschalten, um so den Gegner in Verlegenheit zu bringen.

Je länger die Partie dauerte, desto besser kamen die Jungs von Rudi Bommer in die Begegnung und spielten gegen die stark besetzten Hessen munter mit. Die Personalsorgen, die den Trainer noch vor der Begegnung plagten, schienen unbegründet. Dennoch musste Eberlein, der in der Innenverteidigung aushalf und neben Cinar starke 90 Minuten ablieferte, in der 21. Minute die Burghauser auf der Linie nach einem Kopfball von Janjic vor dem Rückstand bewahren. Dann war aber der SVW am Zug. Senesie versuchte in der 25. Minute aus 16 Metern sein Glück, doch dessen Schuss kam zu zentral, sodass der gegnerische Torhüter Gurski die Kugel sicher halten konnte. Vier Minuten darauf wäre fast eine missglückte Flanke von Brucia eingeschlagen. Aber der Ball ging hauchdünn am Pfosten vorbei. Daraufhin gab es in der ersten Halbzeit keine nennenswerten Torchancen mehr. Der SVW hielt hinten sich die Null, konnte aber seinerseits keine weiteren Gelegenheiten herausarbeiten. Somit ging es beim Stand von 0:0 in die Kabine.



Das Abwehrbollwerk stand auch im zweiten Spielabschnitt sehr sicher

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine. Ebenso fing Halbzeit Zwei an, wie die Erste aufgehört hatte. Die SVW-Abwehr hatte die Offensivabteilung der Gastgeber fest im Griff und im Angriff versuchte man den einen oder anderen Konter abzuschließen. Allerdings fehlte hierbei der berühmte letzte Pass, sodass zu Beginn der zweiten Halbzeit Chancen auf beiden Seiten Mangelware waren.

Erst in der 60.Minute gab es eine erneute Torgelegenheit. Marco Holz, der wiederum eine gute Partie ablieferte, versuchte sein Glück mit einem Schuss aus 20 Metern. Dieser wäre sicher gefährlich geworden, wenn sich ein Wiesbadener nicht in letzter Sekunde dazwischenwerfen hätte können. Fünf Zeigerumdrehungen darauf, setzte sich Außenverteidiger Mounir Chaftar mit einem sehenswerten Schuss in Szene. Nach einer Ecke konnte die hessische Abwehr nicht entscheiden klären und Chaftar versuchte es mit einem Schuss aus dem Hinterhalt. Doch auch dieses Mal ging das Spielgerät knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei.

Die größte Chance im Spiel für den SVW hatte aber Routinier Ronald Schmidt. Er packte in der 68. Spielminute einen seiner gefürchteten Linkschüsse aus. Am linken Strafraumeck postiert, zielte der Defensivspezialist auf das kurze Kreuzeck. Der Schuss hätte gepasst, wenn nicht Gurski mit einer Glanzparade zur Stelle gewesen wäre. Im Gegenzug hatte der SVW dann noch einmal Grund zum Aufatmen. Smeekers setzte sich auf der linken Seite gegen Cinar durch und bediente Janjic  mit einer Flanke. Dessen Kopfball prallte jedoch an den linken Pfosten und auch im Nachsetzten konnten die Gastgeber den Ball nicht im Tor unterbringen, da die SVW-Hintermannschaft schnell reagierte und so schlimmeres verhinderte.

In den letzten 20 Minuten der Partie gab es dann wieder weniger Höhepunkte. Im Abwehrverbund half die ganze SVW-Mannschaft hervorragend zusammen und verteidigte bis zum Schluss den verdienten Punktgewinn. Ein Ergebnis, auf das die Mannschaft im Hinblick auf die vielen Ausfälle sicherlich stolz sein kann.


SVW bereits acht Spiele in Folge ungeschlagen

Wacker steht nach der heutigen Freitagsbegegnung mit 13 Punkten auf Platz 9 der Dritten Liga. Somit kann der SVW mit der bisherigen Punktausbeute eigentlich zufrieden sein. Nach dem anstrengenden Programm mit drei Spielen in acht Tagen und die damit verbundenen Reisestrapazen steht zunächst ein klein wenig Erholung auf dem Zettel, bevor die Vorbereitungen für das heißersehnte Derby gegen die Regensburger beginnen. Anpfiff der brisanten Partie gegen die Truppe von Markus Weinzierl ist am Samstag, den 24.09., um 14.00 Uhr, in der heimischen Wacker-Arena.

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