Bericht

Samstag, 06.08.2011
1:1 - Wacker verspielt die Führung gegen Babelsberg




Trotz der besseren Chancen und den größeren Spielanteilen kam der SVW beim zweiten Heimspiel der Saison gegen den SV Babelsberg nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Vor leider nur 2800 Zuschauern brachte Nicky Adler die Hausherren in der 33. Spielminute in Front, ehe die Gäste in der 59. Minute durch Markus Müller ausglichen. Mokhtari hatte den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte aber vom Elfmeterpunkt. Überschattet wurde die Partie jedoch von der schweren Verletzung von Matthias Heidrich, der sich bei einem Zweikampf den Unterarm brach und minutenlang auf dem Rasen behandelt werden musste.

Nach der enttäuschenden 0:1-Auswärtsniederlage in Jena war zwar Rudi Bommer mit dem Auftreten seiner Mannschaft nicht zufrieden, dennoch veränderte er die Startaufstellung nur auf einer Position. Nicky Adler, der nach seiner Gehirnerschütterung in Jena noch am Anfang auf der Bank saß, ersetze auf der linken Mittelfeldseite Christoph Behr.


Adler lässt die Wacker-Anhänger jubeln

Bei bestem Fußballwetter mussten die Fans in der Wacker-Arena nicht lange auf die erste gute Offensivaktion des SVW warten, doch nach einer Ecke von Mokhtari konnte Heidrich den Ball mit dem Kopf nicht genau genug platzieren. Einen weiteren Warnschuss auf das Gehäuse des Gästekeepers Marian Unger gab Alexander Eberlein ab. (19.) Allerdings verfehlte dessen satter Distanzschuss ebenfalls das Tor und strich am linken Torpfosten vorbei. Wacker ließ aber nicht locker und drängte weiter auf die Führung. Die Offensivaktionen von Babelsberg scheiterten in der gut gestaffelten SVW-Abwehr, die in der ersten Hälfte nur Distanzschüsse zulassen musste. Kapital aus der Überlegenheit konnten die Jungs von Rudi Bommer allerdings erst in der 33. Minute schlagen, als Nicky Adler mit einer schönen Einzelaktion den SVW in Führung brachte. Nach einem Pass von Mokhtari narrte der 26-jährige Stürmer seinen Gegenspieler und vollendete diese Aktion mit einem Rechtsschuss. Danach kam der SV Wacker noch durch Ecken und Standards zu weiteren kleineren Gelegenheiten, doch der zweite Treffer wollte nicht fallen, sodass es mit einem für die Gäste eher schmeichelhaftem 1:0 in die Kabine ging.


Verletzung von Heidrich ist der traurige Höhepunkt der Partie

Nach dem Seitenwechsel waren die ersten zehn Minuten ausgeglichen. Wacker suchte die Vorentscheidung, doch der Treffer fiel aus heiterem Himmel für die Gäste. Nach einem langen Pass schien René Vollath die Situation schon unter Kontrolle zu haben, ließ das Spielgerät jedoch in Bedrängnis plötzlich fallen. Markus Müller ließ sich nicht zweimal bitten und bedankte sich für dieses Geschenk mit dem glücklichen 1:1. (59.) Nur eine Zeigerumdrehung danach war der SVW, scheinbar von diesem Ausgleich unbeeindruckt, erneut im Pech. Heidrich spielte Eberlein frei, doch dessen Schuss aus spitzem Winkel traf nur den rechten Torpfosten. In der 69. Minute dann der Schock für alle SVW-Anhänger, als Matthias Heidrich nach einem Zweikampf im Mittelfeld mit schmerverzehrten Gesicht liegen blieb. Die heraneilenden Mannschaftskollegen erkannten sofort die Situation und riefen die Ärzte auf den Platz. Zum jetzigen Zeitpunkt kann gesagt werden, dass sich der 33-Jährige höchstwahrscheinlich den Unterarm gebrochen hat und  heute noch operiert werden wird. Auf diesem Wege wollen wir ihm vorab gute Besserung wünschen.

Nach zehnminütiger Unterbrechungspause ging es dann aber mit Fußball weiter und beinahe hätte der Elfmeterpfiff von Martin Thomsen in der 75. Minute für ausgleichende Gerechtigkeit gesorgt. Glasner wurde von Florian Grossert ungeschickt im Sechszehner zu Fall gebracht. Doch anders als die Gäste, ließen die Wackerianer in Gestalt von Youssef Mokhtari ungenutzt ließen. Der Spielmacher und Kapitän des SVW setzte den Strafstoß links am Gehäuse vorbei. Nichtsdestotrotz spielte die Mannschaft weiter mutig nach vorne und kam durch Glasner (78.) und Adler (81.) zu weiteren Gelegenheiten. Doch in der erneuten Drangphase schlug wieder das Verletzungspech zu und der Torschütze zum 1:0 Nicky Adler musste aufgrund einer Rückenprellung ausgewechselt werden. Dies bedeutete ein jähes Ende für die Angriffsbemühungen der Wacker-Elf. Am Ende hatte man sogar noch Glück, dass die Babelsberger in der fünften Minute der Nachspielzeit nach einem Freistoß das Tor per Kopf nur knapp verfehlten. Somit blieb es am beim ärgerlichen 1:1-Unentschieden. Allerdings geriet das Ergebnis im Hinblick auf die Verletzungen von Adler und Heidrich zur Nebensache.


„Wir nehmen das Geschenk nicht an“

In der Pressekonferenz nach dem Spiel wusste Rudi Bommer zu berichten, dass er sich erst einmal in der Kabine beruhigen musste. „Grundsätzlich bin ich mit dem Auftreten der Mannschaft zufrieden. Wir sind gut in die Zweikämpfe gekommen und haben das Spiel eindeutig diktiert.“ Von den Nachlässigkeiten seiner Mannschaft war er naturgemäß überhaupt nicht angetan. „Erst verteilen wir so ein Geschenk und dann nutzen wir das Präsent der Babelbserger nicht aus. In der Offensive müssen wir uns eindeutig noch verbessern“, so der Trainer. Allerdings will er die Geschehnisse erst einmal sacken lassen und dann zusammen mit der Mannschaft weiter hart arbeiten.

 

 

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