Donnerstag, 23.07.2020
BFV-Vorstand vollzieht Regelung zum Fortgang der Regionalliga Bayern und der DFB-Pokal-Teilnahme





Fünf Tage nachdem der Spielausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die finalen Zulassungen der sportlich qualifizierten Bewerber für die Saison 2020/21 in der 3. Liga erteilt hat, konnte der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) seine formellen Beschlüsse hinsichtlich des weiteren Fortgangs in der Regionalliga Bayern und der Qualifikation für die Teilnahme an der DFB-Pokal-Hauptrunde fassen.

Einstimmig beschloss das Gremium in seiner Videokonferenz, dass der vom DFB bestätigte Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München satzungsgemäß aus der Wertung der laufenden Spielzeit 2019/2020 genommen wird. Damit gilt der Klub ab sofort nicht mehr als Teilnehmer der Regionalliga Bayern. Zudem hat der BFV-Vorstand formal die Entscheidung getroffen, dass die Saison 2019/20 der Regionalliga Bayern fortgesetzt wird und entsprechend der gültigen Regionalligaordnung die von Türkgücü oder dessen bisherigen Gegnern erzielten Punkte und Tore gestrichen werden. „Die Statuten sind hier klar und alternativlos“, sagt der für den Spielbetrieb in Bayern zuständige BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher: „In einer unabhängig von den Statuten durchgeführten internen Umfrage hatten elf der 17 verbliebenen Regionalligisten diesen Weg befürwortet, darunter explizit auch Vereine, die gegen Türkgücü gepunktet haben und diese Punkte nun verlieren.“

 

Mit der Entscheidung des BFV-Vorstandes ergibt sich fortan ein neues Tabellenbild. Dies kommt zum Tragen, wenn der BFV seinen Bayerischen Amateurmeister für die Teilnahme an der ersten Hauptrunde im DFB-Pokalwettbewerb 2020/21 melden muss. Die erste Hauptrunde wird vom 11. bis 14. September ausgetragen, das Meldedatum ist noch nicht bekannt. Am Stichtag wird der BFV den dann feststehenden Tabellenführer – ausgenommen sind Zweitvertretungen von Profiklubs – dem DFB melden. Aktuell ist dies der 1. FC Schweinfurt 05. Rein theoretisch könnte sich das Tabellenbild nochmals verändern, sollte die Regionalliga Bayern vor der Meldefrist wieder den Spielbetrieb aufnehmen können. Mehrheitlich stimmten die Regionalligisten mit 9:8 allerdings dafür, die Saison im September zunächst mit dem neu geschaffenen Ligapokal-Wettbewerb fortzusetzen, sollte es die staatliche Verfügungslage erlauben.

 

Außerdem hat der BFV-Vorstand formell den Weg geebnet, den Meister und damit Teilnehmer aus der Regionalliga Bayern für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga 2021 infolge der Covid-19-Pandemie einmalig in Play-offs zu ermitteln. Dies war ausdrücklicher Wunsch der Klubs. Damit kann jetzt der genaue Modus festgelegt werden. „Wir werden die sicherlich attraktiven Play-offs nach Abschluss der regulären Saison spielen. Letztlich müssen jetzt die genauen Kriterien noch zusammen mit den Vereinen festgelegt und statuarisch verankert werden. Klar ist, dass nur Teams daran teilnehmen können, die sportlich mindestens Tabellenplatz 1 bis 4 belegen und zudem auch einen Lizenzantrag für die 3. Liga 2021/22 gestellt haben“, betont Verbandsspielleiter Josef Janker: „Mein ausdrücklicher Dank geht an alle Vereinsvertreter. Sie haben sich aktiv an diesem Prozess beteiligt und tragen damit einer Situation Rechnung, die wir so alle noch nicht gekannt haben.“

Pressemitteilung BFV (Quelle: bfv.de)

 

Mit dieser Regelung des BFV springt der SV Wacker um einen Tabellenplatz nach oben und startet bei der Fortführung nun von Tabellenplatz 10. Zudem springt der 1. FC Schweinfurt auf Tabellenplatz 1. Auch im Tabellenkeller entspannt sich durch den Wegfall des 18. Platzes und somit eines Abstiegsplatzes die Situation etwas. Garching - der nächste Gegner in der Liga für die Burghauser und wohl größte Verlierer der Saisonfortführung- liegt nun jedoch mit nur 13 Punkten auf dem einzigen direkten Abstiegsplatz bereits mit 6 Punkten RÜckstand auf das nächste Team zurück und müsste sogar 10 Punkte aufholen, um den Klassenerhalt ohne Relegation zu schaffen.