Bericht

Sonntag, 05.05.2019
Punktekonto wächst weiter




Nach 2:0 gegen Nürnberg auf Platz vier

Die Erfolgswelle für den SV Wacker Burghausen geht weiter: Am Samstag besiegte die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg den 1. FC Nürnberg II mit 2:0, der zuvor sieben Spiele ohne Niederlage geblieben war. Dadurch klettert Wacker zumindest bis Montag und der Partie zwischen Schweinfurt und dem FC Bayern II auf Rang vier der Fußball-Regionalliga Bayern und hat jetzt 14 Punkte aus den letzten sechs Spielen geholt.

Es war von beiden Seiten ein ordentliches Spiel, wobei es Wacker über die 90 Minuten besser machte als der Gegner, der nach sieben Spielen ohne Niederlage mal wieder leer ausging und nur noch zwei Punkte vor Burghausen gelistet ist. „Wir waren heute weit weg von unserer Form der letzten Wochen und hatten zwei bis drei Totalausfälle. Aber das ist nun mal bei jungen Spielern so“, gestand Nürnbergs Trainer Fabian Adelmann, der nach etwa 25 Minuten auf eine Dreierkette umstellte, die dem stürmischen Beginn der Hausherren etwas den Wind aus den Segeln nahm.

Stürmischer Beginn

Wacker legte los wie die Feuerwehr: Eine Volley-Abnahme von Lukas Aigner flog über die Latte (3.) und Christoph Maier wurde in letzter Sekunde geblockt (4.). Die beste Möglichkeit zur Führung verpasste Andrija Bosnjak, der nach vier Spielen erstmals wieder leer ausging, nach einem präzisen Grundlinienpass von Julien Richter, als er sechs Meter vor dem Tor neben den Pfosten traf (11.). Aber Wacker machte weiter Dampf. Adelmann: „Da hatten wir wenig Zugriff.“

Eine Flanke des überragenden Muhamed Subasic legte Felix Bachschmid per Kopf für Richter ab, der aus zwölf Metern zu zentral abschloss, so dass Nikola Vasilj keine große Mühe hatte (19.). Der hoch gepriesene Club-Nachwuchs spielte bis zum Strafraum sehr gefällig, kam aber nicht richtig vor das Tor von Franco Flückiger. Etwas kritisch war eine Situation in der 24. Minute, als Christoph Buchner ein offensichtliches Handspiel unterlief, aber Schiedsrichter Martin Speckner weiterlaufen ließ.

Richter und Schulz verletzt

Nach einer halben Stunde musste Richter wegen Verdacht auf erneuten Bänderriss vom Platz – sollte sich die Diagnose bestätigen, wäre das für den talentierten Angreifer extrem bitter, musste er schon zwei Mal in diesem Jahr wegen ähnlicher Verletzungen aussetzen. In der Halbzeit musste Schellenberg dann gleich noch einmal wechseln, weil Christoph Schulz, der kurz zuvor böse auf die Tartanbahn gecheckt wurde und eine Schulterluxation erlitten hatte, nicht mehr weitermachen konnte. „Ich wollte da nix riskieren und außerdem sind dann auch die Schmerzen gekommen“, so der Rechtsverteidiger, der Glück hatte, dass der Oberarmknochen gleich wieder in die Pfanne gerutscht ist, aber natürlich mit überdehnten Bändern bei jedem Zweikampf ein hohes Risiko eingegangen wäre. 

Aigner mit dem Führungstreffer

Wenige Minuten nach Wiederbeginn Massel für die Hausherren, dass die Pfeife von Speckner nach einer Strafraumattacke von Maier still blieb. Hatte der kleine Club in den ersten Minuten der zweiten Hälfte Oberwasser, befreite sich Wacker aber alsbald und in der 60. Minute köpfte Aigner eine Ecke von Subasic zur Führung in die Maschen. In der 64. Minute verfehlte ein Kopfball von Club-Kapitän Erik Engelhardt bei bösem Platzregen den langen Pfosten knapp und in der 78. Minute wurde ein Treffer der Gäste wegen Foulspiels aberkannt, ehe Maier in der 80. Minute einen unwiderstehlichen Spurt über den halben Platz anzog und aus 14 Metern zum 2:0 traf – der erste Treffer des Ex-Landshuters. „Eine tolle Einzelaktion“, lobten Schellenberg und Adelmann unisono den wirklich sehenswerten Treffer.

Fast wäre es in der 84. Minute noch besser gekommen, doch Bachschmid scheiterte aus kurzer Distanz nach Bosnjak-Zuspiel an Vasilj. Die beste Club-Möglichkeit vergab Joker Cedric Euschen, der in der 89. Minute am kurzen Pfosten den Ball ins Toraus knallte.

Analyse

„Bei der 0:2-Niederlage in der Vorrunde hatten wir große Probleme, umso glücklicher sind wir jetzt über den Sieg“, erklärte Schellenberg, dessen Team den Gästen vor allem in der Anfangsphase den Zahn zog und die spielerisch sonst so starken Nürnberger vor ein Problem stellte, mit dem sie nicht gut umgehen konnten. Insgesamt war der kleine Club vor dem Tor viel zu harmlos, um sich Punkte in der Wacker-Arena zu verdienen.

Statistik

SV Wacker Burghausen: 26 Flückiger – 31 Schulz, 19 Hingerl, 34 Buchner, 27 Nicklas – 4 Aigner, 8 Subasic – 17 Maier, 6 Bachschmid – 25 Richter, 33 Bosnjak. Trainer: Schellenberg.

Bank: 39 Mayer (ET) – 3 Emerllahu, 7 Winklbauer, 18 Wächter, 29. D. Hones, 30 Stingl

1. FC Nürnberg II: 22 Vasilj – 2 Heinze, 5 Medic, 6 Kraulich, 23 Nürnberger – 4 Grimmer, 14 Schleimer, 12 Heußer, 13 Harlass – 9 Engelhardt, 11 Steczyk. Trainer: Adelmann.

Bank: 31 Hofmann (ET) – 7 Euschen, 17 Aslan, 21 Mouhaman

Wechsel: 30. Wächter für Richter, 46. Stingl für Schulz, 90. D. Hones für Bachschmid – 64. Euschen für Schleimer, 83. Aslan für Engelhardt, 83. Mouhaman für Grimmer 

Tore: 1:0 Aigner (60.), 2:0 Maier (80.)

Schiedsrichter: Speckner (Schloßberg)

Zuschauer: 697 in der Wacker-Arena

Gelb: Stingl, Wächter / -

Ausblick

Noch zwei Spieltage stehen vor der Sommerpause auf dem Programm. Am kommenden Samstag gastiert Wacker beim designierten Vizemeister VfB Eichstätt und am 18. Mai steigt das Saisonfinale um 14 Uhr gegen den FC Bayern München II, der die Regionalliga Bayern in der Aufstiegsrelegation vertreten wird. „Wir wollen in Eichstätt was mitnehmen und dann können wir uns alle auf das Spiel gegen die Bayern freuen“, so Schellenberg. 

 
Previous
Next

Laden...