Bericht

Sonntag, 28.04.2019
Schon fünf Spiele ungeschlagen




1:1 gegen Fürth II in Unterzahl kassiert

Mit einem 1:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth hat Wacker am Samstag Platz fünf in der Tabelle der Fußball-Regionalliga Bayern behauptet und ist somit seit fünf Spieltagen ungeschlagen. Insgesamt ein ordentliches Regionalligaspiel, das jeweils gegen Ende beider Halbzeiten seine Höhepunkte hatte.

Personal

Der Kader war im Vergleich zum 3:2-Sieg in Schweinfurt wieder besser gefüllt. Trainer Wolfgang Schellenberg vertraute bei der Startaufstellung auf die siegreiche Elf vom Ostermontag und setzte Muhamed Subasic und Christoph Buchner, die später in die Partie kamen, zunächst auf die Bank. Neben den Langzeitverletzten Daniel Hofstetter und Nico Merz fehlten auch Marius Duhnke und Matthias Stingl wegen Verletzungen. 

Statischer Beginn

Was die Highlights betrifft, war’s nicht unbedingt ein Leckerbissen, aber man sah beiden Mannschaften an, dass sie Fußball spielen können und im System ihrer Trainer funktionieren. Weil Wacker keinen großen Druck verspürte, wurde in der Anfangsphase nicht auf Gedeih und Verderb das Offensivspiel forciert und bei den Gästen war klar erkennbar, dass sie sich nach drei Niederlagen in Folge, nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollten.

Flückiger rettet gegen Jost und Parker

So dauerte es bis zur 18. Minute, ehe Lukas Aigner gefährlich zum Kopfball kam, aber Benedikt Kirsch die Situation ebenfalls per Kopf bereinigen konnte. „Fürth hatte in der ersten Halbzeit zwei klare Möglichkeiten, da hätten wir in Rückstand geraten können“, bezog sich Schellenberg auf die Szenen von Peter Jost (24.) und Profi-Leihgabe Shawn Parker (29.), die allein vor Franco Flückiger auftauchten, aber den Burghauser Schlussmann nicht bezwingen konnten.

Bosnjak trifft und trifft

Einen klasse Angriff der Burghauser über Thorsten Nicklas stoppte Maxi Bauer in der 33. Minute vor dem einschussbereiten Christoph Maier am kurzen Pfosten und Bauer war es auch, der sich in der 43. Minute in einen Schuss von Christoph Schulz warf und dann erst einmal um Besinnung kämpfend liegend blieb. In der Overtime der ersten Hälfte fiel aber doch der Führungstreffer für Wacker: Nach einem sehenswerten Flankenwechsel von Andreas Scheidl auf Nicklas brachte Felix Bachschmid den Ball in die Gefahrenzone, Nicklas scheiterte im ersten Versuch an Keeper Leon Schaffran, aber im Nachsetzen behielt Andrija Bosnjak die Übersicht und fand die Lücke  – sein fünfter Treffer im vierten Spiel, der Kroate, der in der Winterpause aus Rosenheim kam und nach den ersten Spielen Kritik ernten musste, hat einfach einen Lauf!

Wenig Möglichkeiten nach der Pause

Nach der Pause war’s ähnlich zäh wie am Anfang, viel spielte sich auf durchaus ansehnlichem Niveau im Mittelfeld ab, aber die Torraum-Kracher bleiben Mangelware. Die kleinen Fürther versuchten Druck aufzubauen, blieben dabei aber ungefährlich und Burghausen lauerte auf Konter, die nicht zielführend vollendet wurden. 

Turbulente Schlussphase

Nach der zahnlosen Phase bis zum Finish büßte Felix Bachschmid nach einem Zweikampf auch noch die Hälfte eines Schneidezahns ein, wäre sogar von Schiedsrichter Christopher Schwarzmann auf die Bank verdammt worden, bestand aber auf sein weiteres Mitwirken. „Das zeugt von Mentalität“, so Schellenberg. Als Wacker die letzten Minuten nach einer Knieverletzung von Nicklas in Unterzahl agieren musste, gelang Fürth nach einem Querschläger durch Mark Große noch der Ausgleich (88.). Fast hätte Thomas Winklbauer nach einem Solo über den halben Platz, bei dem er drei Gegner umkurvte, den Siegtreffer erzielt, der Blondschopf scheiterte aber aus 14 Metern an Keeper Leon Schaffran (90.), ehe Joker Ilker Yüksel in der Nachspielzeit aus elf Metern über den Kasten köpfte.

Analyse

„In der zweiten Halbzeit hat man nach drei Spielen innerhalb kurzer Zeit bei uns etwas den Substanzverlust gespürt. Unterm Strich geht das 1:1 in Ordnung“, bilanzierte Schellenberg. „Ein richtig gutes Regionalligaspiel“, urteilte Fürths Trainer Petr Ruman, der beiden Mannschaften „einen Plan“ attestierte und froh war, dass seine Mannschaft nach dem Rückstand und drei Pleite in Serie „zurückgekommen ist.“

Statistik

SV Wacker Burghausen: 26 Flückiger – 31 Schulz, 19 Hingerl, 4 Aigner, 17 Nicklas – 22 Scheidl, 18 Wächter – 17 Maier, 6 Bachschmid – 25 Richter, 33 Bosnjak. Trainer: Schellenberg.

Bank: 39 Mayer (ET) – 3 Emerllahu, 7 Winklbauer, 8 Subasic, 29 D. Hones, 34 Buchner

SpVgg Greuther Fürth II: 12 Schaffran – 5 Minz, 4 Sollfrank, 16 Bauer, 20 Coskun – 6 Kirsch, 18 Schulz – 8 Guthörl, 13 Abouchabaka – 10 Jost, 11 Parker. Trainer: Ruman.

Bank: 1 Zahaczewski (ET) – 3 Danhof, 9 Gashi, 14 Loo, 15 Ort, 21 Große, 23 Yüksel 

Wechsel: 60. Subasic für Scheidl, 68. Winklbauer für Maier, 81. Buchner für Richter – 60. Danhof für Schulz, 72. Yüksel für Parker, 80. Große für Minz. 

Tore: 1:0 Bosnjak (45. + 1), 1:1 Große (88.)

Schiedsrichter: Schwarzmann (Scheßlitz)

Zuschauer: 667

Gelb: Scheidl, Nicklas – Bauer, Minz

Ausblick

Drei Spiele stehen in dieser Saison noch auf dem Programm. Am kommenden Samstag gastiert um 14 Uhr der keine Club in der Wacker-Arena, eine Woche später geht es zum Amateur-Meister VfB Eichstätt und am letzten Spieltag kommen die kleinen Bayern an die Salzach. „Wir haben noch die drei Ersten vor der Brust und freuen uns auf diese Spiele, die wir ohne Druck angehen können. Die wollen wir auf jeden Fall noch ein wenig ärgern.“

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