Bericht

Dienstag, 23.04.2019
3:2-Erfolg bei den Schnüdel




Bosnjak-Doppelschlag die Grundlage

Der SV Wacker hat im Montagabendspiel der Fußball-Regionalliga Bayern einen 3:2-Auswärtssieg beim 1. FC Schweinfurt 05 eingefahren und damit seine aktuelle Erfolgsserie von nunmehr zehn Punkten aus den letzten vier Spielen fortgesetzt. Vor fast 1000 Zuschauern gelang Andrija Bosnjak im Fernsehspiel ein Doppelschlag (21./24.), den dritten Treffer steuerte Thorsten Nicklas (46.) mit seinem ersten Saisontor bei.

Personal

Trainer Wolfgang Schellenberg musste die Fahrt nach Unterfranken erneut mit einem sehr ausgedünnten Kader antreten, so dass mit Eren Emirgan, Keanu Wohlfahrt und Florian Sprinzing drei Nachwuchsspieler auf der Bank saßen. Neben den Langzeitverletzten Daniel Hofstetter und Nico Merz, fehlten auch die verletzten Marius Duhnke, Matthias Stingl und Arian Emerllahu sowie die mit Gelb gesperrten Christoph Buchner und Muhamed Subasic.

Bosnjak trifft binnen drei Minuten doppelt

Für die Schnüdel war die 2:3-Niederlage am 30. Spieltag bereits die dritte Heimpleite in Folge, mit der die Mannschaft von Timo Wenzel die letzte Chance auf die Amateurmeisterschaft und damit auf den DFB-Pokal verspielt hat. Mit einem abgefälschten Schuss, den der Ex-Burghauser Alex Eiban parieren konnte, eröffnete Christoph Maier die Partie (5.). Der ehemalige Landshuter war es auch, der in der 21. Minute nach einem Standard von der Grundlinie auf Bosnjak zurücklegte, der keine Mühe hatte seinen dritten Treffer im dritten Spiel in Folge zu erzielen. Nur drei Minuten später war der Kroate erneut zur Stelle, als er einen Freistoß von Andreas Scheidl mit der Brust mitnahm und Eiban eiskalt das Nachsehen gab – sein vierter Treffer im Wacker-Trikot.

Anschlusstreffer durch Maderer

Die Antwort der Schweinfurter ließ allerdings nicht lange auf sich warten: In der 27. Minute beförderte Stefan Maderer eine Ecke von Florian Trinks am kurzen Pfosten per Hinterkopf in die Maschen. Die Gastgeber drängten in der Folge auf den Ausgleich, mehr als eine gefährliche Situation durch Adam Jabiri brachten die Schnüdel bis zu Pause aber nicht zustande.

Nicklas staubt ab

Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn stellte Nicklas den alten Abstand wieder her: Eiban konnte einen satten Schuss von Julien Richter nicht festhalten und Nicklas staubte souverän ab. Doch die Schweinfurter kamen erneut relativ schnell zurück, diesmal war es Trinks, der einen Freistoß von der Strafraumkante direkt verwandelte (53.). Nur zwei Minuten später vereitelte Franco Flückiger den Ausgleich durch Trinks, auf der anderen Seite hätte Felix Bachschmid nach Zuspiel von Richter auf 4:2 erhöhen können, kam aber um die berühmte Schuhspitze zu spät (65.). Der Ex-Löwe war es dann auch in der 72. Minute, der mit einem Drehschuss, der knapp neben dem Kasten landete, Pech hatte, die beste Möglichkeit der Gäste machte dann aber Eiban mit einer starken Parade gegen Richter zunichte (73.). In der Schlussviertelstunde waren dann wieder die Gastgeber am Drücker, aber weder Maderer, noch der eingewechselte Nicolas Görtler konnten den Wacker-Schlussmann überwinden. Letztlich schaukelte Burghausen den Vorsprung ohne die ganz großen Gefahrenmomente über die Zeit und hat nun nach Punkten mit Schweinfurt gleichgezogen. 

Analyse

Schweinfurt hatte mehr Spielanteile, aber Wacker war vor dem Tor diesmal effizienter und hätte sogar denn einen oder anderen Treffer mehr erzielen können. „Wir haben die Gegentore leicht hergeschenkt“, monierte Schweinfurts Trainer Wenzel, der den Sieg der Gäste als durchaus verdient ansah. Burghausens Coach Schellenberg sprach hingegen von einem glücklichen Erfolg: „Wir sind glücklich, dass wir nach der langen Anreise die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Wir haben im richtigen Moment die Tore erzielt.“

Statistik

1. FC Schweinfurt: 1 Eiban – 23 Messingschlager, 32 Billick, 13 Kleineheismann, 3 Lo Scrudato – 7 Fritscher, 8 Andermatt, 10 Trinks, 15 Fery – 27 Jabiri, 37 Maderer. Trainer: Wenzel.

Bank: 33 Reichert (ET) – 9 Görtler, 18 Schorn, 20 Jelisic, 21 Weiß, 29 Binder.   

SV Wacker Burghausen: 26 Flückiger – 31 Schulz, 19 Hingerl, 4 Aigner, 27 Nicklas – 17 Maier, 22 Scheidl, 18 Wächter, 6 Bachschmid – 33 Bosnjak, 25 Richter. Trainer: Schellenberg

Bank: 39 Mayer (ET) – 2 Emirgan, 7 Winklbauer, 14 Wohlfahrt, 29 D. Hones, 32 Sprinzing  

Wechsel: 61. Jelisic für Fery, 84. Görtler für Messingschlager – 86. Winklbauer für Bosnjak, 90. + 3 D. Hones für Richter 

Tore: 0:1 Bosnjak (21.), 0:2 Bosnjak (24.), 1:2 Maderer (27.), 1:3 Nicklas (46.), 2:3 Trinks (53.)

Schiedsrichter: Potemkin (Friesen)

Zuschauer: 971 im Willy-Sachs-Stadion

Gelb: Billick, Fery, Messingschlager – Schulz, Wächter 

Ausblick

Am Samstag gastiert um 14 Uhr die SpVgg Greuther Fürth II in der Wacker-Arena. Das kleine Kleeblatt steht nur einen Punkt vor der Relegationszone und braucht noch Punkte für den Klassenerhalt. Am 4. Mai steht um 14 Uhr eine weitere Heimpartie auf dem Programm, wenn der 1. FC Nürnberg II seine Visitenkarte in der Wacker-Arena abgibt, eine Woche später gastiert die Schellenberg-Elf beim neuen Amateurmeister VfB Eichstätt, ehe am 18. Mai das Saisonfinale gegen den FC Bayern München II steigt.  

 
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