Bericht

Samstag, 06.04.2019
Mit Moral und Leidenschaft das Spiel gedreht




3:2 in Memmingen nach 0:2-Rückstand

Zweiter Auswärtssieg in Folge für Wacker! Danach sah es am Freitagabend zur Pause in Memmingen aber wahrlich nicht aus, die Gastgeber führten mit 2:0 und schienen die Partie sicher im Griff zu haben. Doch mit einer Energieleistung drehte die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg das Spiel noch und setzte sich nach Treffern von Stefan Wächter, Julien Richter und Marius Duhnke mit 3:2 durch.  


Personal

Neben den Langzeitverletzten Nico Merz und Daniel Hofstetter fehlten in Memmingen auch Andrija Bosnjak (Augenentzündung) sowie die angeschlagenen Thomas Winklbauer und Arian Emerllahu.

 

Memmingen 45 Minuten dominant

Das Team von Trainer Stephan Baierl legte gleich munter los, hatte in der fünften Minute die erste Möglichkeit durch Fatjon Celani, der jedoch nur das Außennetz traf. Drei Minuten später musste Wacker-Keeper Franco Flückiger dann aber hinter sich greifen: Der Ex-Burghauser Celani bediente Furkan Kircicek, der zwei Burghauser austanzte und mit einem Schuss ins lange Eck seinen zehnte Saisontreffer erzielte. Fast hätte der auffällige Celani in der 16. Minute nachgelegt, doch nach Vorarbeit des bärenstarken Dennis Hoffmann verfehlte er das Tor um knapp zwei Metern. Hoffmann stand auch bei der nächsten Aktion im Mittelpunkt, als er nach einem Kopfballduell mit Matthias Stingl unglücklich auf den Burghauser fiel, der mit einer Bänderverletzung Christoph Maier Platz machen musste und wohl die nächsten Wochen fehlen wird. 

 

Kircicek legt nach

Nach einem Abseitstor der Gastgeber war es Stefan Heger, der in der 41. Minute nach einer unfreiwilligen Kopfball-Vorlage allein vor Flückiger stand, den Ball aber in den Nachthimmel jagte. Doch noch in der gleichen Minute gelang Memmingen der zweite Treffer und wieder hieß der Torschütze Kircicek, der den Ball aus 18 Metern in den Winkel hämmerte.

 

Fehleranalyse und Umstellungen

In der Halbzeitpause analysierten Schellenberg und Co-Trainer Ronald Schmidt die Mängel aus der ersten Hälfte, schickten Thorsten Nicklas für Felix Bachschmid ins Rennen und nahmen auch einige Umstellungen vor. „Das wurde alles ganz ruhig und sachlich angesprochen. Wir sind dann in der zweiten Halbzeit etwas tiefer gestanden“, so Teammanager Karl-Heinz Fenk, der aber klar machte: „Zu diesem Zeitpunkt hätte kein Mensch mehr einen Schuss Pulver auf uns gesetzt.“ Allerdings gelang Wächter bereits in der 51. Minute mit einem Schuss aus zwölf Metern ins lange Eck sein sechster Saisontreffer, der den Gästen mächtig Auftrieb gab. Fenk: „Wir haben dann alles reingeworfen, was wir hatten. Hut ab und Respekt vor dieser Leistung.“      

 

Flückiger hält Wacker im Spiel

Fast wäre Muhamed Subasic in der 54 Minute aus elf Metern das 2:2 gelungen, doch Memmingens Keeper Martin Gruber lenkte den strammen Schuss mit einer brutal starken Parade um den Pfosten. Nur zwei Minuten später war es Flückiger, der sein Team im Spiel hielt, als gleich vier Memminger vor ihm auftauchten und der pfeilschnelle Natsuhiko Watanabe Celani bediente, der Flückiger aus sechs Metern aber nicht überwinden konnte – mit Sicherheit eine Schlüsselszene. Es folgten Möglichkeiten für Memmingen durch Philipp Boyer (60.) und für Burghausen durch Maier (64.) und in der 69. Minute verhinderte Gruber ein Eigentor von Sebastian Schmeiser.

 

Richter effektiv

Nur vier Minuten nach seiner Einwechselung gelang dann dem wiedergenesenen Richter nach toller Vorarbeit von Maier, der den Ball perfekt mit der Brust auflegte, der Ausgleich mit einem Flachschuss aus 14 Metern (84.). Fenk: „Ein Riesenlob an dieser Stelle an die medizinische Abteilung, die Richter so schnell wieder fit bekommen hat.“ Glück für Burghausen dann beim Siegtreffer in der 87. Minute, denn dem bis dato so starken Gruber glitt eine Flanke aus den Händen, der Ball fiel vor die Füße von Duhnke, der noch einen Gegner aussteigen ließ und aus spitzem Winkel zum umjubelten Siegtreffer einschob.    

 

Analyse

„In der Rückrunde haben wir bisher so wenig Punkte geholt, dass uns jetzt ein großer Stein vom Herzen gefallen ist. Es war ein Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten. In der ersten Hälfte war Memmingen drückend überlegen und wir waren noch gut bedient mit dem 0:2 aus unserer Sicht. In der Pause habe ich auf ein, zwei Positionen umgestellt, was sich auf unser Offensivspiel positiv ausgewirkt hat. Uns kam auch entgegen, dass wir schnell den Anschlusstreffer erzielt haben“, so Schellenberg, der weiter erklärte: „Nach der verpassten Großchance der Memminger sind wir dann noch im Spiel geblieben und haben durch einen individuellen Fehler des Memminger Torwarts den Siegtreffer zu einem glücklichen Erfolg erzielt.“

 

Statistik

FC Memmingen: 1 Gruber – 4 Boyer, 5 Schmeiser, 30 Heilig, 24 Lutz – 8 Heger, 31 Hoffmann – 19 Kircicek, 21 Watanabe, 7 Helmbrecht – 9 Celani. Trainer: Baierl

Bank: 22 Zeche (ET) – 2 Jokic, 3 Manolakis, 6 Rietzler, 11 Skrijelj, 14 Remiger, 17 Schad

SV Wacker Burghausen: 26 Flückiger – 31 Schulz, 19 Hingerl, 34 Buchner, 22 Scheidl – 4 Aigner, 8 Subasic – 18 Wächter, 30 Stingl, 6 Bachschmid – 9 Duhnke. Trainer: Schellenberg.

Bank: 39 Mayer (ET) – 17 Maier, 25 Richter, 27 Nicklas, 29 Hones

Wechsel: 72 Schad für Celani, 83. Remiger für Kircicek– 22. Maier für Stingl, 46. Nicklas für Bachschmid, 80. Richter für Scheidl

Tore: 1:0 Kircicek (8.), 2:0 Kircicek (41.), 2:1 Wächter (51.), 2:2 Richter (84.), 2:3 Duhnke (87.)

Schiedsrichter: Ehwald (Geldersheim)

Zuschauer: 778 in der Arena Memmingen

Gelb: Maier, Hingerl, Aigner, Wächter – Heilig 

 

Ausblick

Wacker stehen jetzt zwei Heimspiele in Haus. Am kommenden Samstag gastiert der SV Heimstetten um 14 Uhr in Burghausen, Trainer Schellenberg muss dabei auf Lukas Aigner verzichten, der in Memmingen die 5. Gelbe gesehen hat. Am Mittwoch, 17. April wird dann um 18.30 Uhr das Nachholspiel gegen den FC Augsburg II ausgetragen, ehe Burghausen am Ostermontag um 20.15 Uhr beim 1. FC Schweinfurt zu Gast ist.

 
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