Sonntag, 10.03.2019
Kein Lohn für die Strapazen




0:2-Niederlage in Aschaffenburg in der Schlussphase

Auch im zweiten Anlauf nach der Winterpause hat es nicht mit dem ersten Punktgewinn geklappt: Der SV Wacker Burghausen musste am 24. Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern mit einer 0:2-Niederlage die Heimreise aus Aschaffenburg antreten und wartet noch auf das erste Pflichtspieltor des Jahres. Immerhin bleibt es aber bei Platz sechs, da die Konkurrenten aus Buchbach und Schalding auch nicht gewinnen konnten.

Personal

Manuel Duhnke saß zwar nach seinem Bänderriss wieder auf der Bank, hatte aber zuvor noch nicht trainiert. „Gegen Augsburg sollte er dann aber wieder eine ernsthafte Option im Kader sein“, so Trainer Wolfgang Schellenberg, der immerhin wieder auf Felix Bachschmid und Christoph Maier zurückgreifen konnte, der in der Schlussphase seine Punktspielpremiere für Wacker feiern konnte. Matthias Stingl musste wegen einer Gelbsperre passen, ist aber nächste Woche wieder dabei. Daniel Hofstetter (Bandscheibe) und Ersatztorwart Nico Merz (Handbruch) fehlen auf unbestimmte Dauer.

Flückiger pariert Strafstoß

Die Gäste kamen trotz der langen Anfahrt ganz gut in die Partie und hatten nach einem Freistoß die erste Kopfball-Möglichkeit durch Julien Richter (3.), der sich nach Ansicht von Schellenberg gegenüber dem Garching-Spiel schon wieder deutlich verbessert zeigte. Auch Aschaffenburg hatte erste kleine Möglichkeiten, ehe Lukas Aigner und Thomas Winklbauer die nächsten Chancen nicht nutzen konnten. In der 23. Minute musste dann Franco Flückiger erstmals eingreifen, als er einen Schuss von Philipp Beinenz entschärfte, zwei Minuten später gab es zum Erstaunen vieler einen Elfmeter für die Heimmannschaft. Franco Flückiger holte einen langen und hohen Ball herunter und es gab bei der Landung einen Kontakt zwischen dem SVW-Keeper und dem nachlaufenden Stürmer Pasqual Verkamp. Drittliga-Referee Tobias Schultes ließ zunächst weiterlaufen, entschied aber nach Rücksprache mit seinem Assistenten aber zur Überaschung Vieler auf Elfmeter. Flückiger wurde mit Gelb bestraft für ein gestrecktes Bein im Luftkampf.

Den Elfmeter von Björn Schnitzer konnte Franco Flückiger jedoch entschärfen, da er die richtige Ecke ahnte.

Aigner ballert an die Latte

Nur sechs Minuten später die Gastgeber im Glück, als eine Burghauser Ecke im Nieselregen auf dem tiefen Boden am Schönbaum durch den Strafraum flutschte und Lukas Aigner die Kugel ans Lattenkreuz nagelte – der Mittelfeldkämpfer wie schon gegen Garching erneut im Pech. Nach dem Seitenwechsel tat sich hüben wie drüben vor den Toren lange nichts, das durchaus flotte Spiel litt etwas unter den Platzverhältnissen, die in den Kombinationen keine Präzision zuließen. „Da gab es immer wieder auf beiden Seiten zahlreiche Fehler im Aufbau“, so Schellenberg, der aber vor der Schlussviertelstunde an Zuversicht gewann: „Ich dachte eigentlich, dass wir es sind, die noch ein Tor machen.“

Eiskalt erwischt

Während Aigner, der eingewechselte Andrija Bosnjak und Stefan Wächter sehr gute Möglichkeiten liegen ließen, schlug die Viktoria in der 85. Minute eiskalt zu, als der eingewechselte Jonas Fritsch nach Vorarbeit von Schnitzer und Max Grünewald den Führungstreffer für das Team von Trainer Jochen Seitz markierte. Wacker wollte sich noch wehren, doch bei einem Konter in der Nachspielzeit machte Clay Verkaj nach Zuspiel von Fritsch in der Nachspielzeit den Deckel drauf. Fazit: All der Einsatz hat nicht gefruchtet und die Strapazen einer 15-Stunden-Reise wurden nicht belohnt.    

Analyse

Wieder ist es dem SV Wacker nicht gelungen aus den vorhandenen Chancen Tore zu machen. „Wenn wir unsere Abschlussqualitäten verbessern, werden wir auch zügig wieder Punkte machen“, ist sich Schellenberg sicher, der weiß, dass es immer so Phasen gibt, in denen es entweder läuft oder aber nicht. Um den Turnaround zu schaffen, braucht es halt auch mal ein wenig Glück – wenn in der ersten Halbzeit der Lattenschuss von Aigner in den Kasten gegangen wäre, hätte das der Mannschaft sicher Auftrieb gegeben. Schellenberg: „Tore zu schießen ist ja nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch ganz viel Kopfsache. Wir müssen im letzten Drittel einfach ruhiger werden.“    

Statistik

SV Viktoria Aschaffenburg: 12 Birk – 22 Boutakhrit, 16 Schmidt, 4 Dähn, 8 Beinenz – 21 Cheron, 29 Grünewald, 9 Verkaj, 18 Verkamp – 7 Schnitzer, 11 Harrer. Trainer: Seitz.

Bank: 27 Neuberger (ET) – 6 Desch, 10 Toch, 15 Wittke, 19 Fritsch, 36 Chad. 

SV Wacker Burghausen: Flückiger – Schulz. Hingerl, Buchner, Scheidl – Winklbauer, Aigner, Subasic, Nicklas – Wächter – Richter. Trainer: Schellenberg.

Bank: 39 Mayer (RT) – 3 Emerllahu, 6 Bachschmid, 9 Duhnke, 17 Maier, 29 Hones, 33 Bosnjak

Wechsel: 72. Fritsch für Verkamp, 80. Wittke für Harrer, 88. Chad für Schnitzer – 53. Bachschmid für Subasic, 58. Bosnjak für Nicklas, 90. Maier für Schulz 

Tore: 0:1 Fritsch (85.), 0:2 Verkay (90. + 2).

Schiedsrichter: Schultes (Betzigau)

Zuschauer: 1062 am Schönbusch

Gelb: Harrer, Beinenz, Cheron – Flückiger, Buchner, Bachschmid.

Besonderheit: Schnitzer scheitert mit Foulelfmeter an Flückiger (26.) 

Ausblick

Am kommenden Samstag gastiert der FC Augsburg II um 14 Uhr in der Wacker-Arena. Wie Burghausen wartet das Team von Trainer Josef Steinberger, der in der Winterpause übernommen hat, noch auf die ersten Punkte des Jahres. Eine knappe Woche später steht dann das Derby beim TSV Buchbach auf dem Programm. Die Partie in der SMR-Arena wird am Freitag, 22. März um 19 Uhr angepfiffen.