Bericht

Freitag, 30.11.2018
Letzter Auftritt des Jahres


So jubelte Muhamed Subasic in der Vorrunde nach seinem Treffer zum 1:0. Thorsten Nicklas, Lukas Aigner und Julien Richter kommen zum Gratulieren. Foto: Zucker



Samstag um 14 Uhr bei der SpVgg Bayreuth

Einmal noch 90 Minuten Vollgas, dann ist Winterpause! Am 22. Spieltag der Regionalliga Bayern geht es für Wacker in die Wagnerstadt nach Bayreuth, wo am Samstag um 14 Uhr der Tabellenzwölfte auf den Fünften trifft. Nach der ärgerlichen 0:1-Niederlage gegen Schalding wollen die Schützlinge von Wolfgang Schellenberg ihre bislang sehr gute Ausbeute mit einem weiteren Dreier verbessern und die Saisonpunkte 35 bis 37 einfahren.

Die SpVgg Bayreuth ist mit sechs Niederlagen in die Saison gestartet und feierte erst mit dem 1:0 am 24. August gegen den FC Ingolstadt II den ersten Saisonsieg. Da hatte noch Joe Albersinger das Sagen, der jedoch wenig später seinen Platz räumen musste. Seither spielt Bayreuth aber eine gute Rolle und holte aus 13 Spielen unter Nachfolger Timo Rost sechs Siege und drei Unentschieden bei nur vier Niederlagen. Zuletzt musste sich die Altstadt allerdings bei der SpVgg Greuther Fürth II, dem Ex-Verein von Rost, mit 1:3 geschlagen geben.

Bayreuther Offensive stark

Die Stärken der Oberfranken liegen ganz eindeutig in der Offensive, die trotz des miserablen Starts nur einen Treffer wenig als die Gäste aus dem oberen Tabellendrittel erzielt haben. „Vor allem die vordere Reihe der Bayreuther ist schon sehr stark“, weiß natürlich auch Schellenberg. Der im August aus der Schweiz nachverpflichtete Shpetim Sulejmani hat in 16 Spielen acht Treffer erzielt. Zum Vergleich: Burghausens beste Schützen Julien Richter, Muhamed Subasic und Stefan Wächter stehen bei jeweils fünf Toren. Ivan Knezevic, der in der U17 für Burghausen gespielt hat, war bislang bei sieben Assists selber sechs Mal erfolgreich, Christoph Fenninger, ein anderer Ex-Burghauser, der vor der Saison aus Saarbrücken gekommen ist, bringt es hingegen nur auf drei „Buden“, hat aber immerhin fünf Treffer vorbereitet. Entscheidend für den Aufschwung bei den Bayreuthern war aber nicht nur der Trainerwechsel, sondern auch die Rückkehr von Kapitän Anton Makarenko, der die ersten Spiele der Saison verletzt verpasst hat und seither auch immerhin vier Mal getroffen hat.

Umstellung auf Dreierkette?

Dreierkette oder doch wieder mit vier Mann hinten? Schellenberg schwankt noch, welcher Formation er den Vorzug geben soll. „Grundsätzlich müssen wir die Flanken, die zuletzt zu den Gegentoren geführt haben, besser verteidigen, aber es würde auch nicht schaden, wenn wir im Zentrum dichter stehen würden“, so das Argument für eine Umstellung auf eine Dreierkette. U19-Youngster Alexander Mankowski spielt übrigens in beiden Planspielen eine Rolle, wäre aber bei einer Dreierkette wohl ziemlich sicher wieder erste Wahl. Vor einer endgültigen Entscheidung wollte Schellenberg noch die Trainingseindrücke vom Freitag abwarten – nachdem zuvor wegen Schnee und Eis nur auf Kunstrasen oder in der Halle geübt werden konnte, hat der Coach das Abschlusstraining auf Naturgrün angesetzt.

Dass die Chancenverwertung seit Wochen die Achillesferse im Wacker-Spiel ist, steht auf einem anderen Blatt, wobei die Abschlüsse gegen Schalding überwiegend gut waren. Natürlich hätte ein Sascha Marinkovic in der Form der letztjährigen Vorrunde insgesamt gutgetan. Schellenberg: „Für Sascha geht es jetzt darum in der Vorbereitung ohne Verletzung durchzukommen, der Rest ergibt sich dann von alleine. Das Spiel gegen Schalding haben wir gar nicht mehr groß aufgerollt, sondern unseren Blick nach vorne gerichtet.“    

Bilanz

Die Bilanz in diesem Duell zwischen den Oberfranken und den Oberbayern spricht ganz eindeutig für die Gäste, die in 13 Vergleichen sieben Mal als Sieger vom Platz gegangen sind und erst zwei Niederlagen hinnehmen mussten, wobei eine davon noch aus der Bayernliga-Saison 1993/94 datiert. Den einzigen Sieg zu gemeinsamen Regionalliga-Zeiten konnte die Altstadt in der Rückrunde der Spielzeit 2014/15 verbuchen, als die Oberfranken mit 3:1 in der Wacker-Arena die Oberhand behielten. In der Hinrunde setzte sich Wacker nach einem frühen Treffer von Subasic (5.) knapp mit 1:0 durch. Auch die letzten drei Auftritte im Hans-Walter-Wild-Stadion endeten jeweils mit Auswärtssiegen für Wacker, zuvor gab es ein 1:1 und ein 3:1 für Burghausen, in der Regionalliga Bayern ist Wacker also in Bayreuth noch ungeschlagen. Und das soll natürlich auch so bleiben.  

Personal

Bis auf Kevin Hingerl, der wegen seiner Sprunggelenksverletzung weiter passen muss, hat Schellenberg voraussichtlich alle Mann an Bord. Unter der Woche musste lediglich der erkrankte Thomas Winklbauer passen, doch der Flügelstürmer wollte bereits beim Abschlusstraining am Freitagabend wieder mit von der Partie sein. Ob es im Winter personelle Veränderungen im Kader gibt, ist nicht auszuschließen, Gespräche werden aber erst ab der nächsten Woche geführt.

Kader

Tor: 26 Flückiger, 1 Merz - Abwehr: 4 Aigner, 5 Hofstetter, 14 Wohlfahrt, 16 Pöllner, 20 Kappacher, 21 Mankowski, 22 Coskun, 27 Nicklas, 31 Schulz, 34 Buchner - Mittelfeld und Angriff: 6 Bachschmid, 7 Winklbauer, 8 Subasic, 9 Duhnke, 10 Marinkovic, 17 Omelanowsky, 18 Wächter, 25 Richter, 28 Sztaf, 30 Stingl.

Schiedsrichter

Andreas Hummel (Betzigau)  

Ausblick

Nach der letzten Partie des Jahres steht für die Spieler erst einmal die verdiente Winterpause auf dem Programm. Für den einen oder anderen Akteur auch die Gelegenheit etwas Urlaub im Süden zu machen. Weiter geht es dann am Mittwoch, 16. Januar mit dem Trainingsauftakt zur Restrunde.

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