Bericht

Samstag, 24.11.2018
Bittere Derbyniederlage


Schaldings Keeper Markus Schöller pflückt die letzte Ecke des Spiels vor dem aufgerückten Wacker-Torhüter Franco Flückiger. Foto: Butzhammer



0:1 gegen Schalding trotz bester Chancen

Die Heimserie des SV Wacker gegen den SV Schalding-Heining hat nicht gehalten: Nach bislang vier Heimsiegen gegen die Niederbayern in der Fußball-Regionalliga Bayern unterlag die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg am Samstag mit 0:1. Wacker rutschte durch die Niederlage auf Rang fünf ab, die auswärts ungeschlagenen Schaldinger kletterten auf Platz sechs und haben nur noch einen Punkt Rückstand auf Burghausen.

An Chancen hat es Wacker wahrlich nicht gemangelt, doch die blieben alle ungenutzt, während Schalding beim siebten Auswärtssieg im zehnten Spiel äußerst effizient war: Nach starker Vorarbeit von Stefan Rockinger legte René Huber von der Grundlinie auf Andreas Jünger ab, der den Ball sträflich ungedeckt aus wenigen Metern unter die Latte grätschen konnte (60.).

Richter mit erster Top-Chance

Wacker ohne die erkrankten Sascha Marinkovic und Felix Bachschmid und zunächst auch ohne die grippegeschwächten Stefan Wächter und Marius Duhnke mit dem deutlich besseren Start, mehr Ballbesitz und auch mit der ersten guten Chance durch Julien Richter, der nach Einwurf von Christoph Schulz und Kopfball-Verlängerung von Thorsten Nicklas bei einem schönen Kopfball in Markus Schmöller seinen Meister fand (16.). Zwei Minuten später scheiterte Thomas Winklbauer aus spitzem Winkel am Schaldinger Keeper.

Schalding dann Mitte der zweiten Hälfte etwas besser im Spiel, aber ohne große Möglichkeiten, beim Freistoß von René Huber hatte Franco Flückiger wenig Mühe (35.), nach dem Gegenzug ein Fehler im Spielaufbau der Grün-Weißen, doch Muhamed Subasic konnte die Flanke von Winklbauer nicht verwerten. „Unsere schwache Chancenverwertung begleitet uns schon durch die ganze Saison“, monierte Schellenberg.

Duhnke trifft nur den Pfosten

Auf der Gegenseite senkte sich ein Freistoß von Rockinger gefährlich neben das Tordreieck des Wacker-Kastens, ehe die Wacker-Abwehr einen Schuss von Jünger nach der folgenden Ecke blocken konnte (41.). Nach Wiederbeginn hatte Winklbauer die erste Möglichkeit, doch sein Versuch ging knapp über den Kasten (53.), ehe die Schaldinger mit der ersten wirklich gefährlichen Kombination das Tor des Tages erzielen konnte.

Wacker verstärkte nun seine Angriffsbemühungen, doch in der 65. Minute konnte Schmöller einen schönen Chip von Julien Richter nach Zuspiel von Christoph Schulz zur Ecke klären. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich verpasste der eingewechselte Duhnke, der nach Flanke von Can Coskun nur den Pfosten traf, den Nachschuss setzte Winklbauer neben den Pfosten (79.). Schalding jetzt nur noch in der Defensive und mit Glück, als Manuel Omelanowsky in der 84. Minute nach Flanke von Duhnke seinen Kopfball neben den Kasten setzte. Aufreger dann noch mal in der vierten Minute der Nachspielzeit, doch mit vollem Einsatz konnte Schöller im Zurückhechten noch ein Eigentor von Maxi Schuster verhindern.

Analyse

„Wenn man in der Regionalliga eine gute Rolle spielen will, dann muss man die Geschenke des Gegners annehmen und die Chancen nutzen. Entscheidend ist aber, dass wir beim Gegentor wieder nicht konsequent verteidigt haben“, bemängelte Schellenberg verärgert und fügte an, dass sich dies in den letzten Wochen immer wieder wiederholt habe. Der Wacker-Coach hatte in der ersten Halbzeit ein Spiel auf gutem Niveau gesehen, beim dem sich beide Mannschaften weitgehend neutralisiert hätten. Schaldings Spielertrainer Stefan Köck musste zugeben, dass der Sieg am Ende glücklich war: „Dieses Glück haben wir uns auswärts erarbeitet.“ Für Köck war es „eine Wahnsinnssache, hier drei Punkte mitzunehmen“, kritisierte aber: „Nach der Führung haben wir uns zu sehr auf die Defensive konzentriert, da war mir Burghausen zu oft vor der eigenen Haustüre.“    

Statistik

SV Wacker Burghausen: 26 Flückiger – 31 Schulz, 21 Mankowski, 34 Buchner, 22 Coskun – 4 Aigner, 30 Stingl – 7 Winklbauer, 8 Subasic, 27 Nicklas – 25 Richter. Trainer: Schellenberg.

Bank: 1 Merz (ET), 5 Hofstetter, 9 Duhnke, 16 Pöllner, 17 Omelanowsky, 18 Wächter, 20 Kappacher.   

SV Schalding-Heining: 35 Schöller – 37 Tiefenbrunner, 4 Alagöz, 20 Burmberger, 14 Dantscher, 30 Kurz – 28 Knochner – 8 Huber, 21 Rockinger – 9 Lohberger, 7 Jünger Trainer: Köck.

Bank: 1 Artner (ET) – 6 Köck, 11 Schnabel, 16 Piermayr, 17 Schauberger, 24 Schuster, 29 Chrubasik.     

Wechsel: 68. Duhnke für Nicklas, 68. Wächter für Schulz, 80. Omelanowsky für Richter – 72. Schuster für Lohberger, 89. Schauberger für Jünger, 90. + 2 Piermayr für Huber   

Tor: 0:1 Jünger (60.)

Schiedsrichter: Kreye (Warmensteinach)

Zuschauer: 1.317 in der Wacker-Arena

Gelb: Richter / -

Ausblick

Einmal noch muss der SV Wacker vor der Winterpause ran: Das letzte Spiel des Jahres bestreitet die Elf von Schellenberg am 1. Dezember um 14 Uhr bei der SpVgg Bayreuth, die am Samstag bei der SpVgg Greuther Fürth II mit 1:3 den Kürzeren zog.   

 
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