Bericht

Donnerstag, 08.11.2018
Zurück in die Erfolgsspur


Jubelnd dreht Stefan Wächter nach seinem frühen Treffer im Juli dieses Jahres in Pipinsried ab. Foto: Zucker



Gegen Pipinsried soll endlich wieder ein Dreier her

Seit vier Runden wartet der in dieser Saison ansonsten so erfolgsverwöhnte SV Wacker auf einen Sieg. Den letzten Dreier gab es am 8. Oktober beim 1:0 in Fürth, in der Wacker-Arena konnte zuletzt am 1. September beim 2:1 gegen den TSV Buchbach ein dreifaches Erfolgserlebnis verbucht werden. „Ein Sieg gegen Pipinsried ist Pflicht“, hat deswegen Trainer Wolfgang Schellenberg schon kurz nach der unglücklichen 0:1-Niederlage in Ingolstadt wissen lassen.

Dass es in Ingolstadt nicht zu Zählbarem gereicht hat, lag nicht an der Leistung der Mannschaft, sondern vielmehr daran, dass beste Chancen nicht genutzt wurden. Da müssen wir noch mehr Gier entwickeln“, sagt Schellenberg, wohl wissend: „Es schießt ja keiner absichtlich daneben. Jeder möchte das Tor machen. Und die Abschlüsse waren ja auch größtenteils nicht schlecht.“ Nur hatte eben Ingolstadts Keeper Fabijan Buntic auch noch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. „Gerade bei der Chance von Matthias Stingl hat eigentlich alles gepasst, aber das ist eben die Qualität des Gegners. Das muss man respektieren.“

Pipinsried mit toller Offensive

Über eine gesamte Saison gesehen, haben wohl die wenigsten Torhüter die Klasse von Buntic, aber in einzelnen Spielen wird jeder Torhüter in der Regionalliga auch mal „Unhaltbare“ entschärfen. „Wer in der Regionalliga fängt, hat dieses Niveau mit Sicherheit“, so Schellenberg. Torjäger und Torhüter sind in dieser ausgeglichen Liga oft die Positionen, die den Unterschied ausmachen können, wenn sich die jeweiligen Gegner weitgehend neutralisieren.

Die Qualitäten des FC Pipinsried, bei dem Burghausens ehemaliger Kapitän Christoph Burkhard nicht mehr immer erste Wahl ist, sieht Schellenberg in der Offensive: Mit Kasim Rabihic, Marian Knecht und Amer Cikic hat Pipinsried im Spiel mit dem Ball extrem gefährliche Leute.“ Knecht, vor der Saison vom Bayernliga-Absteiger Wolfratshausen gekommen, hat in 14 Spielen schon neun Mal getroffen, Rabihic bringt es in ebenso vielen Spielen auf sieben Treffer. Cekic, in der letzten Saison noch beim FC Memmingen, hat in 18 Spielen drei Tore erzielt, aber schon elf Assists zu Buche stehen. Nicht ganz so sattelfest sieht der Wacker-Trainer dagegen die Abwehr der Gäste: „Nach schwachem Start hat sich Pipinsried mit Sicherheit konsolidiert und das 5:0 gegen Schweinfurt hat natürlich aufhorchen lassen. Für uns geht es darum aufzudecken, warum Pipinsried bisher schon 37 Gegentore kassiert hat. Das muss unser Ziel sein.“              

Bilanz

Drei Siege, sechs Unentschieden und zwei Niederlagen stehen bislang aus Sicht des SV Wacker zu Buche. Die meisten Vergleiche datieren aus den späten 80iger und frühen 90iger Jahren zu gemeinsamen Landesligazeiten. Damals gab’s auch den letzten Sieg für Pipinsried: Am 22. März 1992 musste Wacker im Dachauer Hinterland mit 1:3 die Segel streichen. Drei Vergleiche gab es bisher in der Regionalliga Bayern: Zwei Mal teilte man sich die Punkte, zu Beginn dieser Saison setzte sich Wacker beim FCP nach Treffern von Stefan Wächter und Julien Richter am zweiten Spieltag mit 2:1 durch.

Personal

Lukas Aigner ist nach seiner Roten Karte aus dem Spiel in Ingolstadt gesperrt. Die Dauer der Sperre ist noch offen. Bei Daniel Hofstetter ist der Rückstand nach seiner Rückenverletzung noch zu groß, dagegen könnte Sascha Marinkovic immerhin in den Kader zurückkehren. „Sascha ist zwar noch nicht richtig fit, aber für die Bank könnte es reichen“, sagt Schellenberg, der für Aigner wohl wieder Christoph Schulz in die Startformation beordert. Dann könnte Stingl im Zentrum zusammen mit Muhamed Subasic die Aufgaben vor der Abwehr übernehmen.

Kader

Tor: 26 Flückiger, 1 Merz - Abwehr: 14 Wohlfahrt, 16 Pöllner, 19 Hingerl, 20 Kappacher, 21 Mankowski, 22 Coscun, 27 Nicklas, 31 Schulz, 34 Buchner - Mittelfeld und Angriff: 6 Bachschmid, 7 Winklbauer, 8 Subasic, 9 Duhnke, 10 Marinkovic, 17 Omelanowsky, 18 Wächter, 25 Richter, 28 Sztaf, 30 Stingl.

Schiedsrichter

Steffen Ehwald (Geldersheim)   

Ausblick

Nächsten Samstag muss Wacker um 14 Uhr beim FV Illertissen ran, der sich in dieser Saison überraschend im Abstiegskampf befindet. Bis zur Winterpause stehen dann noch das Heimspiel am 24. November gegen Schalding-Heining (14 Uhr) und das Auswärtsspiel in Bayreuth (1.12.) auf dem Programm.

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