Bericht

Freitag, 02.11.2018
Punkte statt Komplimente


Im ersten Saisonspiel den ersten Treffer erzielt: Lukas Aigner. Foto Zucker.



Wacker möchte am Samstag in Ingolstadt zurück in die Erfolgsspur

„Wir haben nach dem Bayernspiel viele Komplimente bekommen, Punkte wären mir lieber gewesen“, sagt Wacker-Trainer Wolfgang Schellenberg nach der 1:2-Niederlage beim Tabellenführer am Montag und vor dem Rückrundenauftakt in der Fußball-Regionalliga Bayern am Samstag um 16 Uhr beim FC Ingolstadt II.

Nach drei Spielen ohne Sieg möchte der Wacker-Coach natürlich mal wieder ein dreifaches Erfolgserlebnis verbuchen, weiß aber um die Schwere der Aufgabe:  „Ich habe ja schon vor der Saison gesagt, dass Ingolstadt am Ende im oberen Drittel stehen wird.“ Danach sah es zum Saisonstart zwar nicht aus, denn nach sieben Spieltagen standen die kleinen Schanzer im Keller und bei nur vier Punkten musste Trainer Ersin Demir seinen Hut nehmen. Co-Trainer Tobi Strobl hat übernommen, musste im ersten Spiel unter seiner Regie eine 0:1-Niederlage in Bayreuth einstecken, schaffte aber in den nächsten sieben Spielen fünf Siege und zwei Unentschieden, ehe es am 20. Oktober eine 1:4-Schlappe in Schweinfurt gab. „Seit dem Trainerwechsel ist Ingolstadt richtig stark“, hat Schellenberg die Entwicklung der kleinen Schanzer natürlich aufmerksam verfolgt.  

Seit Strobl erfolgreich

Strobl lässt seit seinem Amtsantritt ein mutiges 3-5-2 spielen, bei dem die agilen Spitzen der Schanzer eine wichtige Rolle spielen und beste Unterstützung aus dem Mittelfeld bekommen. „Das ist schwer zu verteidigen“, weiß Schellenberg, der sich jedoch eher darüber Gedanken macht, dass seine Offensive allzu häufig beste Chancen liegen lässt.    

„Für uns geht es darum weiter guten Fußball zu zeigen und gleichzeitig erfolgreich zu sein. Diese Mischung müssen wir wieder finden“, sagt Schellenberg, dessen Mannschaft hinten zuletzt bisweilen zu nachlässig war und vorne zu sorglos: „Wir hatten ja am Montag noch vier klare Chancen, um ein weiteres Tor zu machen. In dieser Liga, die immer mehr zu einer verkappten Profiliga wird, geht es in jedem Spiel eng zu. Die Spiele stehen überwiegend auf sehr hohem Niveau, der Ausgang ist fast immer ungewiss, das macht es brutal interessant, aber eben auch sehr schwer, wenn man seine Chancen nicht nutzt.“

Bilanz

Vier Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen stehen bislang aus Sicht des SV Wacker zu Buche. Unvergessen unangenehm die 0:6-Pleite im Mai 2017, aber die letzten beiden Vergleiche konnte Burghausen für sich entscheiden. Am 24. April gewann die vom damaligen Interimscoach Patrick Hasenhüttl mit 4:1 und in der Vorrunde dieser Spielzeit schossen Lukas Aigner und Julien Richter früh zum 2:1-Sieg.

Personal

Sascha Marinkovic ist nach seinem Bänderriss am Dienstag wieder ins Training eingestiegen und konnte schon fast alles mitmachen. „Zu 99 Prozent ist er aber noch keine Option, zumal er bei den Zweikämpfen noch etwas zurückhaltend war. Da ist er im Kopf natürlich noch nicht ganz frei“, so Schellenberg. Daniel Hofstetter hat ebenfalls die ersten Einheiten absolviert, hat nach der extrem langen Pause aber noch deutlichen Rückstand. Ob Christoph Schulz, der am Montag nach 51 Startelfeinsätzen in Folge erstmalig nicht von Anfang an dabei war, in Ingolstadt spielt, ist aufgrund einer Fleischwunde ungewiss. Schellenberg: „Wir gehen davon aus, dass er grünes Licht vom Arzt bekommt, aber dann bleibt immer noch die Tatsache, dass Schulzi die ganze Woche nicht trainieren konnte.“ Wahrscheinlich wird wieder Matthias Stingl den Job von Schulz als rechter Verteidiger übernehmen. „Matthias hat es am Montag auf der rechten Seite sehr gut gemacht, aber dass ich ihn lieber im Mittelfeld sehe, ist kein Geheimnis.“        

Kader

Tor: 26 Flückiger, 1 Merz - Abwehr: 14 Wohlfahrt, 16 Pöllner, 19 Hingerl, 20 Kappacher, 21 Mankowski, 22 Coscun, 27 Nicklas, 31 Schulz, 34 Buchner - Mittelfeld und Angriff: 4 Aigner, 6 Bachschmid, 7 Winklbauer, 8 Subasic, 9 Duhnke, 17 Omelanowsky, 18 Wächter, 25 Richter, 28 Sztaf, 30 Stingl.

Schiedsrichter

Elias Wörz (Friesenried)   

Ausblick

Nach zwei Auswärtsspielen in Folge gibt es am Samstag, 10. November mal wieder ein Heimspiel. Gegner in der Wacker-Arena ist um 14 Uhr der FC Pipinsried. Bis zur Winterpause stehen dann noch die Auswärtsspiele in Illertissen (17.11.) und Bayreuth (1.12.) sowie das Heimderby gegen Schalding-Heining (24.11.) auf dem Programm.

              AKTUELLES
 
Previous
Next

Laden...