Bericht

Dienstag, 30.10.2018
Schellenberg: Punkt wäre gerecht gewesen


Muhamed Subasic erzielt im strömenden Regen das 1:0 für Wacker. Foto: Butzhammer



Knappe 1:2-Niederlage beim Herbstmeister FC Bayern II

Schade! Der SV Wacker hat sich im Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga Bayern am Montagabend nicht mit einem Punktgewinn belohnen können und musste sich dem FC Bayern München knapp mit 1:2 geschlagen geben. Die kleinen Bayern sicherten sich so den Herbstmeister-Titel, Wacker konnte als Vierter keinen Boden gut machen.

„In der ersten Halbzeit haben wir es nicht schlecht gemacht. Wir hatten einige gefährliche Situationen und sind auch verdient in Führung gegangen. Dann lassen wir uns das Spiel aus der Hand nehmen und bekommen quasi mit dem Halbzeitpfiff das 1:2“, ärgerte sich Trainer Wolfgang Schellenberg, der aber unterm Strich feststellte:  „Wir haben uns gut verkauft und Werbung für Burghausen gemacht. Leider haben wir uns für unsere Leistung nicht belohnt. Ein Punkt für uns wäre verdient gewesen.“

Führung durch Subasic

Die erste Möglichkeit der Partie hatte Felix Bachschmid, der sich mit starken Trainingsleistungen empfohlen hat. „Er hat es fast eine Stunde lang recht ordentlich gemacht“, so der Wacker-Coach, der dann Julien Richter für Bachschmid brachte: „Bei Julien ist es ja die letzten Spiele auch nicht ganz optimal gelaufen.“

Den Führungstreffer für die Gäste erzielte Muhamed Subasic, der wie Kevin Hingerl in die Startaufstellung zurückgekehrt ist. Nach schönem Zuspiel von Marius Duhnke packte der Bosnier in der 15. Minute aus 14 Metern einen Hammer aus und überwand so Keeper Christian Früchtl. Der Tabellenführer konnte erst in der 24. Minute die erste Möglichkeit für sich verbuchen, als Franck Evina an Franco Flückiger scheiterte. Evina war es dann auch, der nach einem Konter über Kwasi Wriedt in der 30. Minute den Ausgleich markierte. Vermutlich wäre die Partie ganz anders gelaufen, hätte Stefan Wächter in der 37. Minute bei einer dicken Gelegenheit das 2:1 für Burghausen erzielt, so aber war es Bayern-Kapitän Nicolas Feldhahn, der in der 43. Minute eine Ecke von Maximilian Welzmüller einköpfen konnte – das kennt man ja bei den Bayern!

Komplimente von Seitz

Nach dem Seitenwechsel bekämpften sich beide Mannschaften vorwiegend im Mittelfeld, die beste Möglichkeit für Wacker hatte Duhnke in der 70. Minute, doch sein Flachschuss strich haarscharf am langen Pfosten vorbei. Schellenberg: „In der zweiten Halbzeit haben wir dann nicht mehr so gut agiert, wir mussten auch offener und risikoreicher spielen, um dem Spiel noch eine Wende geben zu können.“

Komplimente für Burghausen gab es auch von Bayern-Trainer Holger Seitz: „Die ersten 20 Minuten sind wir schwer ins Spiel gekommen. Da wir drei Spieler für den Profikader abgestellt haben, war das irgendwie zu erwarten. Das Spiel mit dem Ball hat mir in dieser Zeit auch nicht gut gefallen. Die drei Punkte nehmen wir gerne mit, obwohl wir nicht ganz so gut gespielt haben, wie ich es mir vorher gewünscht habe. Man muss aber auch sagen, dass wir gegen eine hervorragend eingestellte Mannschaft gespielt haben.“

Analyse

Ein Konter im gegnerischen Stadion und ein Standard haben zu den Treffern der Bayern geführt. „Bis zum 1:1 haben wir eine ganz starke Leistung abgeliefert. Dass der Treffer durch einen Konter fällt, darf natürlich nicht passieren“, so Schellenberg, der kritisierte: „Es ist bitter, dass unsere Zuordnung bei dem Standard nicht gepasst hat.“ Insgesamt hat Schellenberg aber ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen: „Wir haben versucht auf Augenhöhe zu spielen, das ist uns über weite Strecken gut gelungen, aber es war klar, dass das nicht über 90 Minuten geht.“   

Statistik

FC Bayern München II: 36 Früchtl – 20 Türkkalesi, 5 Feldhahn, 15 Mai, 27 Köhn – 19 Welzmüller, 18 Zaiser – 26 Meier – 11 Franzke, 10 Wriedt, 9 Evina. Trainer: Seitz.

Bank: 1 Hoffmann (ET), 22 Netolitzky (ET), 13 Senkbeil, 23 Lange, 28 Johansson, 29 Butler

SV Wacker Burghausen: 26 Flückiger – 30 Stingl, 19 Hingerl, 34 Buchner, 22 Coscun – 4 Aigner, 8 Subasic – 18 Wächter, 27 Nicklas – 9 Duhnke, 6 Bachschmid. Trainer: Schellenberg.

Bank: 1 Merz (ET), 7 Winklbauer, 16 Pöllner, 17 Omelanowsky, 20 Kappacher, 25 Richter, 31 Schulz    

Wechsel: 84. Lange für Evina, 89. Senkbeil für Franzke, 90. Butler für Wriedt - 56. Richter für Bachschmid, 66. Schulz für Nicklas, 88. Pöllner für Coskun

Tore: 0:1 Subasic (15.), 1:1 Evina (30.), 2:1 Feldhahn (43.).

Schiedsrichter: Schultes (Betzigau)

Zuschauer: 1073 im Grünwalder Stadion

Gelb: Mai, Meier, Früchtl – Stingl

Ausblick

Zum Rückrundenstart geht es am Samstag, 3. November nach Ingolstadt, die Partie bei den kleinen Schanzern wird um 14 Uhr angepfiffen. Das nächste Heimspiel steigt am 10. November um 14 Uhr gegen den FC Pipinsried mit Burghausens Ex-Kapitän Christoph Burkhard.  

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