Bericht

Freitag, 19.10.2018
Heißes Verfolgerduell gegen Eichstätt


Aktuell auf Platz zwei, aber wo geht die Reise in den nächsten Wochen für Wacker hin? Foto: Zucker



Viele Fragezeichen vor der Partie am Samstag um 14 Uhr um Platz zwei

Es geht um Platz zwei, wenn sich der SV Wacker Burghausen und der VfB Eichstätt am Samstag um 14 Uhr in der Wacker-Arena gegenüberstehen – ein heißes Verfolgerduell also am vorletzten Vorrundenspieltag der Fußball-Regionalliga Bayern. Die Gastgeber haben nach 15 Begegnungen 29 Punkte auf dem Konto, die Eichstätter halten wie Schweinfurt 05 als Tabellenvierter bei 28 Zählern.

Auf beiden Seiten wird es voraussichtlich einige Personalrochaden geben. Bei den Gästen ist Ex-Profi Markus Steinhöfer, der im August von Darmstadt 98 gekommen ist und sich sofort zum Dreh- und Angelpunkt entwickelt hat, angeblich verhindert. Sicher nicht dabei sind Jens Förtsch (Kreuzbandriss), Sebastian Graßl (Wadenbeinbruch) und Dominik Wolfsteiner (Hüftverletzung). Auch der bärenstarke Marcel Schelle, der im Sommer vom SV Seligenporten verpflichtet wurde, eine bärenstarke Saison spielt und schon sechs Mal getroffen hat, fehlt wegen eine Gelbsperre. Insofern muss Eichstätts Trainer Markus Mattes seine Mannschaft erneut umbauen. Das ist für den Eichstätter Coach nach vielen Verletzungen in dieser Saison ja schon fast Routine, fehlten doch auch in den ersten Wochen Torjäger Fabian Eberle wegen einer Handverletzung und  Lukas Schraufstetter wegen eines gebrochenen Arms. Beim 1:0 letzte Woche gegen die SpVgg Greuther Fürth musste Mattes auf Fabian Schäll und Florian Grau verzichten, die aber dieses wieder dabei sein sollten.

Aggressiv und zweikampfstark

„Eichstätt spielt eine Riesensaison. Auch wenn sich die Eichstätter immer gerne als Underdog inszenieren, sind sie für mich längst in der Liga angekommern. Das sieht man ja auch an den Transfers“, sagt Burghausens Trainer Wolfgang Schellenberg und verweist neben Steinhöfer und Schelle auf den Abwehrriesen Michael Zant, den die Gäste nach der Verletzung von Förtsch aus Rosenheim geholt haben. Schellenberg erwartet einen aggressiven Gegner, der sehr zweikampfstark auftritt und vor allem bei Kontern brandgefährlich ist. Inwiefern Eichstätt aber das Fehlen seiner beiden so wichtigen Taktgeber im Mittelfeld kompensieren kann, muss man abwarten.      

Bilanz

Erst zwei Mal standen sich beide Mannschaften gegenüber, beide Male holte sich der VfB Eichstätt in der vergangenen Saison die Maximalausbeute von drei Punkten. In der Hinrunde siegte Eichstätt nach ganz schwachem Start mit 1:0, im Rückspiel gab es ein 2:1 für die Mattes-Elf. Der Anschlusstreffer von Marius Duhnke in der 85. Minute kam damals zu spät. Höchste Zeit also, dass jetzt der Spieß einmal umgedreht wird.   

Personal

Kevin Hingerl hat sich bei der 0:2-Niederlage in Nürnberg sehr unglücklich die fünfte Gelbe Karte eingehandelt und muss deswegen heute zusehen. Wer seinen Platz in der Innenverteidigung übernehmen kann, wird sich relativ kurzfristig entscheiden, da sich ja Lukas Aigner im Test gegen Kirchanschöring am Knie verletzt hat. Die erste Diagnose war, dass sein Patella-Spitzensyndrom, mit dem er sich seit einigen Jahren rumplagt, wieder aufgebrochen ist. „Wir gehen davon aus, dass es keine schlimme Verletzung ist, aber die Sache ist schmerzhaft und deswegen müssen wir abwarten, ob es bei Lukas geht“, so Schellenberg. Sollte der Ex-Löwe passen müssen, könnte die Stunde von Alexander Mankowski oder Keanu Wohlfahrt aus der U19 geschlagen haben. Eine weitere Option ist Lukas Pöllner, der aber zuletzt eher auf der Außenverteidiger-Position eingesetzt wurde und zudem im Vergleich zu Mankowski und Wohlfahrt wenig Spielpraxis hat. Wie schon in Nürnberg fehlt auch gegen Eichstätt Mittelfeldmotor Muhamed Subasic, der wegen einer schweren Grippe Antibiotika schlucken muss. So wird zur Verstärkung der Zentrale wohl Marius Duhnke wieder weiter nach hinten rücken, um zusammen mit Stefan Wächter und Matthias Stingl das bärenstarke Umschaltspiel der Gäste zu verhindern. Im Angriff muss sich Schellenberg zwischen Manuel Omelanowsky oder Thomas Winklbauer entscheiden, auf dem linken Flügel hat sich beim Test am Dienstag gegen Kirchanschöring Thorsten Nicklas, der in seiner Jugend diese Position häufig gespielt hat, als Alternative zu Felix Bachschmid ins Rampenlicht gespielt. Daniel Hofstetter (Rücken) und Sascha Marinkovic (Bänderriss) fehlen weiterhin.

Kader

Tor: 26 Flückiger, 1 Merz - Abwehr: 14 Wohlfahrt, 16 Pöllner, 20 Kappacher, 21 Mankowski, 22 Coscun, 27 Nicklas, 31 Schulz, 34 Buchner - Mittelfeld und Angriff: 4 Aigner, 6 Bachschmid, 7 Winklbauer, 9 Duhnke, 17 Omelanowsky, 18 Wächter, 25 Richter, 28 Sztaf, 30 Stingl.

Schiedsrichterin

Angelika Söder (Ochenbruck)  

Ausblick

Zum Vorrundenabschluss gastiert Wacker am Montag, 29 Oktober um 20.15 Uhr beim Tabellenführer FC Bayern München II im Grünwalder Stadion. Die Rückrunde beginnt mit der Auswärtspartie am 3. November in Ingolstadt, das nächste Heimspiel wird am 10. November um 14 Uhr in der Wacker-Arena ausgetragen: Gegner ist dann der FC Pipinsried.  

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