Bericht

Sonntag, 07.10.2018
Bitte kein „typisches Montagsspiel“


Will seine Mannschaft am Montag zu einem Sieg in Fürth führen: Kapitän Christoph Buchner. Foto: Zucker



Wacker am Montag um 19.30 Uhr bei Greuther Fürth II

Während die Konkurrenz in der Fußball-Regionalliga Bayern am Freitag und Samstag um Punkte kämpfte, musste der SV Wacker Burghausen tatenlos zuschauen, denn die Partie vom 14. Spieltag bei der SpVgg Greuther Fürth II wurde ja vor knapp 14 Tagen auf Montag um 20.30 Uhr verschoben.

Konkurrent 1. FC Schweinfurt 05 konnte die Gunst der Stunde nutzen und entriss Wacker mit einem 3:0 gegen den VfB Eichstätt zumindest vorübergehend Platz zwei. Den können die Mannen von Trainer Wolfgang Schellenberg aber mit einem Sieg in Fürth wieder zurückerobern. „Das wird kein leichtes Unterfangen, der Gegner hat hohe Qualität und kann voraussichtlich auf einige Spieler aus dem Profikader zurückgreifen“, weiß der Coach, der den Gegner im Aufwind sieht: „Die A-Junioren, die im Sommer zum Kader gestoßen sind, lernen schnell und wenn dann noch erfahrenere Spieler dazukommen, ist so eine Mannschaft schwer zu knacken.“

Organisatorischer Mehraufwand

Während das Gros seiner Spieler schauen muss nach der Arbeit rechtzeitig in den Mannschaftsbus zu kommen, können sich die Fürther Jungprofis in Ruhe vorbereiten. „Für uns bedeutet so ein Spiel schon einen gewaltigen organisatorischen Mehraufwand“, sagt der Burghauser Coach, der natürlich darauf hofft, dass sich das Plus an Organisation dann auch auszahlt. Gerne spricht man ja bei Autos, die oft in die Werkstatt müssen und neben Geld auch Zeitz kosten, von typischen Montagsautos, insofern wäre es natürlich wünschenswert, wenn es für Wacker im Ronhof kein „typisches“ Montagsspiel gibt, sondern nach der unglücklichen Niederlage gegen Schweinfurt mal wieder ein Dreier. Mit gut geschmiertem Wacker-Motor zum neunten Saisonsieg?   

Falls der Gegner tatsächlich in Topbesetzung auflaufen kann und dem Spiel seinen Stempel aufdrücken sollte, wäre Schellenberg ausnahmsweise auch mal mit einem Remis zufrieden: „Es gibt immer Spiele, bei denen man im Laufe der Zeit sieht, dass man mit einem Unentschieden zufrieden sein muss. Wie etwa beim 0:0 in Rosenheim, als wir in der zweiten Hälfte auch gesagt haben, dass wir lieber nur einen Punkt mitnehmen wollen, als unnötiges Risiko zu gehen, um dann mit leeren Händen dazustehen.“

Bilanz

Die Bilanz zwischen beiden Mannschaften ist nach acht Begegnungen bei je vier Siegen ausgeglichen, die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Unentschieden gibt, ist also zumindest statistisch sehr gering. In der vergangenen Spielzeit setzte sich Burghausen in der Wacker-Arena mit 2:0 durch, musste dann aber in der Rückrunde Anfang April dieses Jahres am Ronhof mit 0:2 die Segel räumen.

Personal

Bad news: Sascha Marinkovic musste am Ende der Woche, das Training mit Verdacht auf Bänderriss im Sprunggelenk abbrechen. Wie schlimm es ist, soll ein MRT am Montag klären, aber Schellenberg weiß: „Das wirft Sascha erneut zurück.“ Der 25-Jährige musste ja schon am Ende der letzten Saison wegen einer Sprunggelenksverletzung operiert werden und drei Monate pausieren. Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von Manuel Omelanowsky (Grippe), sicher nicht dabei ist Kapitän Daniel Hofstetter (Rückenprobleme). Dafür kehrt Muhamed Subasic nach seiner Reizung der Achillessehne wieder in den Kader zurück, ob Suba in der Startelf stehen wird, ließ Schellenberg vor dem Abschlusstraining am Sonntag noch offen.

Kader

Tor: 26 Flückiger, 1 Merz - Abwehr: 16 Pöllner, 19 Hingerl, 20 Kappacher, 21 Mankowski, 22 Coscun, 27 Nicklas, 30 Stingl, 31 Schulz, 34 Buchner - Mittelfeld und Angriff: 4 Aigner, 6 Bachschmid, 7 Winklbauer, 8 Subasic, 9 Duhnke, 17 Omelanowsky, 18 Wächter, 25 Richter, 28 Sztaf.

Schiedsrichter

Markus Pflaum (Dörfleins)  

Ausblick

Nach der Montagsaufgabe in Fürth geht es für Wacker am kommenden Samstag gleich wieder ins Frankenland, wenn um 14 Uhr die Partie beim 1. FC Nürnberg II auf dem Programm steht. Heimspielatmosphäre gibt es erst wieder am 20. Oktober um 14 Uhr gegen den VfB Eichstätt. Zum Abschluss der Vorrunde gastiert Wacker am Montag, 29 Oktober um 20.15 Uhr beim FC Bayern München II. „Die kleinen Bayern spielen in einer anderen Liga, das ist oberes Drittliganiveau“, erklärte Schellenberg nach seiner Visite beim 4:0 der „Roten“ am Freitagabend in Heimstetten und hätte eine Wette anzubieten: „Ich gehe davon aus, dass die Bayern mit acht bis zehn Punkten Vorsprung Meister werden. Auch wenn sie gegen uns ausrutschen. Wer dann Zweiter wird, kann man dagegen schwer einschätzen.“         

 
Previous
Next

Laden...