Bericht

Samstag, 29.09.2018
Schade, da war mehr drin!


Sascha Marinkovic, hier im Duell mit Stefan Kleineheismann und Christopher Kracun, hatte zwei Mal die Führung auf dem Schlappen. Foto: Zucker



0:2 im Spitzenspiel gegen Schweinfurt

Sehr, sehr ärgerlich! Die Profitruppe aus Schweinfurt war über die gesamte Distanz kein Gramm besser als der SV Wacker Burghausen, setzte sich aber am Samstag mit 2:0 durch und liegt jetzt nur noch einen Punkt hinter dem Tabellenzweiten der Fußball-Regionalliga Bayern.

Bevor die Schweinfurter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den ersten Treffer vorlegten, hätte das Team von Trainer Wolfgang Schellenberg bereits mit 3:0 führen können, ja vielleicht sogar auch müssen: In der 17. Minute verhinderte der Ex-Burghauser Marco Fritscher im Strafraum eine Flanke von Marius Duhnke mit der Hand, doch Schiedsrichter Thomas Berg, in dieser Szene nicht sonderlich gut postiert, ließ weiterlaufen. „Ein klarer Elfmeter, uns ist es in dieser Saison schon einige Male ähnlich ergangen“, gab Schweinfurts Trainer Timo Wenzel unumwunden zu.

Marinkovic mit zwei Top-Chancen

Und der Ex-Profi wusste auch, dass sein Team mit Fortuna im Bunde stand, dass sein Team bei zwei Mega-Chancen durch Sascha Marinkovic nicht in Rückstand geraten ist: „Da hatten wir enormes Glück.“ Beide Male war Julien Richter der Initiator, nach einem feinen Solo bediente er Marinkovic mustergültig, doch der Torjäger konnte den Ex-Burghauser Alexander Eiban aus 14 Metern halbrechter Position nicht bezwingen (31.) – nach der langen Verletzung fehlt dem Burghauser Angreifer noch die Selbstverständlichkeit, die Leichtigkeit der letzten Saison. Und auch sieben Minuten später war Eiban per Fußabwehr zur Stelle, als Stefan Wächter eine Vorarbeit von Richter perfekt für Marinkovic weiterleiten konnte, doch der Ex-Rosenheimer aus acht Metern die Kugel nicht über die Linie brachte.

Ausgerechnet Weiß

Nach dem eher verhaltenen Beginn war nun richtig Tempo im Spiel und Burghausens Keeper Franco Flückiger konnte bei einem Kracher von Stefan Maderer gerade noch eine Faust hochreißen, den Nachschuss setzte Steffen Krautschneider haarscharf neben den Pfosten (40.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte der überraschende Führungstreffer für die Schnüdel: Dominik Weiß, der dritte Ex-Burghauser, der zu seiner Wacker-Zeit nicht immer mit der der Top-Einstellung überzeugen konnte, lief bei einem Freistoß von Christopher Kracun am kurzen Pfosten geschickt ein und köpfte die Kugel am perplexen Flückiger vorbei in die Maschen – da war die Burghauser Abwehr nicht im Bilde, das war zu einfach. Fast hätte Wacker aber noch vor dem Pausenpfiff zurückgeschlagen, doch Eiban parierte eine klasse Volleyabnahme von Wächter aus sechs Metern und Lukas Aigner scheiterte beim Nachschuss an Fritscher.

Wenzel: Haben das Glück mitgenommen

„Wir wussten, dass wir mit viel Glück die Pausenführung erreicht haben und haben uns dann in der Halbzeit gesagt, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen“, fasste Wenzel den Tenor seiner Halbzeitansprache zusammen. Und so kam Schweinfurt nach der Pause mutiger aufs Feld, konnte Chancen erarbeiten und spulte dann das Programm souverän runter. Wäre Aigner, der die Kugel in der 50. Minute über den Kasten zimmerte, der Ausgleich gelungen, so hätte die Partie mit Sicherheit noch mal eine Wendung genommen. Einem Abseitstreffer von Marius Duhnke versagte Berg die Anerkennung (56.), auf der anderen Seite konnte Flückiger gegen Maderer nur auf Kosten einer Ecke retten, bei der Maderer zur Stelle war und aus kurzer Distanz den Ball über die Linie knallte – 0:2 (61.).

Christoph Buchner mit einem Drehschuss (72.), der eingewechselte Manuel Omelanowsky mit einem Kopfball (79.) und Wächter mit einem Distanzschuss über den Balken (92.), letztlich war die zuletzt kriselnde Schnüdel dann zu clever und Wacker fehlte die letzte Überzeugung  

Analyse

Nach dem 3:0 in Heimstetten hatte Trainer Schellenberg deutlich angesprochen, dass es sich fürderhin rächen könnte, wenn glasklare Chancen nicht genutzt werden und auch im Vorfeld der Partie hatte der Coach darauf hingewiesen, dass es elementar wichtig sei, die wenigen Chancen zu nutzen. Ist nicht passiert und deswegen ging Wacker mit leeren Händen vom Platz, obwohl ein Dreier locker möglich gewesen wäre.  

Statistik

SV Wacker Burghausen: 26 Flückiger – 31 Schulz, 19 Hingerl, 34 Buchner, 22 Coskun – 4 Aigner – 18 Wächter, 30 Stingl – 9 Duhnke, 10 Marinkovic, 25 Richter. Trainer: Schellenberg.

Bank: 1 Merz (ET), 6, Bachschmid, 7 Winklbauer, 16 Pöllner, 17. Omelanowsky, 20 Kappacher, 27 Nicklas.

1. FC Schweinfurt 05: 1 Eiban – 17 Strohmaier, 13 Kleineheismann, 7 Fritscher – 23 Messingschlager, 6 Kracun, 15 Ferry, 19 Krautschneider – 21 Weiß, 10 Trinks, 37 Maderer. Trainer: Wenzel

Bank: 12 Paulus (ET), 2 Philp, 3 Lo Scrudato, 16 Weigand, 20 Jelisic, 22 Pieper, 27 Jabiri.

Wechsel: 65. Winklbauer für Marinkovic, 65. Omelanowsky für Duhnke, 78. Bachschmid für Hingerl – 55. Philp für Messingschlager, 71. Jabiri für Maderer, 89. Waigand für Trinks.    

Tore: 0:1 Weiß (45. + 1), 0:2 Maderer (61.)

Schiedsrichter: Berg (Landshut)

Zuschauer: 1080 in der Wacker-Arena

Gelb: Hingerl, Winklbauer – Kleineheismann, Maderer

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