Bericht

Donnerstag, 13.09.2018
Spitzenspiel gegen Memmingen


Can Coskun sollte auf der linken Abwehrseite wieder in der Startformation stehen. Foto: Butzhammer



Freitag um 19 Uhr in der Wacker-Arena

Die Verfolger von Spitzenreiter FC Bayern München II, der sich am Mittwoch zu einem 2:1 gegen Schlusslicht Bayreuth gequält hat, unter sich: Das nominelle Spitzenspiel des elften Runde in der Fußball-Regionalliga Bayern bestreiten der SV Wacker Burghausen und der FC Memmingen, der am Freitag um 19 Uhr seine Visitenkarte in der Wacker-Arena abgibt. Bei einem Sieg bleibt die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg den kleinen Bayern, die am Samstag um 12 Uhr den TSV Buchbach empfangen, weiter auf den Fersen.

Während sich am Freitag in Burghausen der Tabellenzweite und der Vierte gegenüberstehen, kommt es tags darauf zum Duell zwischen dem Tabellendritten Nürnberg II und dem Fünften aus Schweinfurt, der nur einen Punkt weniger auf dem Konto hat als Memmingen und Nürnberg, aber noch mit einem Spiel im Rückstand ist. Um sicher den zweiten Platz verteidigen zu können – Wacker liegt zwei Zähler vor Nürnberg und Memmingen – ist also am Freitag ein Sieg gegen Memmingen nötig.

Gegner gibt nicht auf

„Wir wollen jedes Spiel gewinnen, die Heimspiele sowieso“, so das Credo von Schellenberg, der weiß: „Wer 20 Punkte aus zehn Spielen geholt hat, muss vieles richtig gemacht haben. Memmingen spielt eine richtig gute Saison und könnte sogar noch weiter vorne stehen.“ Der Trainer spricht dabei die beiden 2:2-Unentschieden gegen Aschaffenburg und Heimstetten an, bei denen die Mannschaft von Trainer Stephan Baierl jeweils einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen musste. Eine indirekte Warnung von Schellenberg an seine eigene Mannschaft vor der Moral des Gegners, der sich von Rückständen nicht nervös machen lässt und bis zum Schluss um den Erfolg kämpft.

Ex-Burghauser Celani dabei

Warum aber liegt der FC Memmingen, der in der vergangenen Spielzeit beinahe abgestiegen wäre, nach zehn Spieltagen auf Rang vier. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen wurde Memmingen in der letzten Spielzeit nach dem Abgang von Torjäger Stephan Schimmer (Unterhaching) und zahlreichen Verletzungssorgen ganz einfach unter Wert geschlagen. Das Gründungsmitglied der Regionalliga Bayern, das schon zwei Jahre vor der Ligenreform 2012 in die damalige Regionalliga Süd aufgestiegen ist, war ja auch nach der Saison 2016/17 auf Platz fünf zu finden. Zum anderen haben sich die Allgäuer in der Sommerpause in allen Mannschaftsteilen gut verstärkt, wobei insbesondere die offensiven Neuzugänge Patrik Dzalto (TuS Koblenz) und Fatjon Celani (TSV Steinbach Haiger), die beide aus der Regionalliga Süd-West kamen, sehr gut eingeschlagen haben. Der 21-jährige Dzalto hat in sieben Spielen vier Mal getroffen, Celani (26), der ja in Burghausen ausgebildet wurde und bis 2012 an der Salzach gespielt hat, sind bislang in zehn Spielen zwei Treffer und zwei Vorlagen geglückt. Erfolgreichster Angreifer der Memminger ist indes Furkan Kircicek mit fünf Treffern, aber auch Eigengewächs Jannik Rochelt (19) kommt immer besser in Schwung und hat schon drei Treffer erzielt.

Schellenberg: Hartes Stück Arbeit

Nach einer Woche Pause, in der sich die Mannschaft von den Strapazen der Englischen Woche erholen konnte, sind alle heiß auf die Aufgabe gegen Memmingen. „Das wird ein hartes Stück Arbeit, aber wir freuen uns darauf. Die Pause hat uns sicher gut getan“, sagt Schellenberg, der darauf hofft, dass sich seine Truppe wieder mehr Torraumszenen als zuletzt in Rosenheim erarbeiten kann, als die Spitzen ziemlich in der Luft hingen.

Bilanz

1969 sind beide Mannschaften in der Landesliga Süd erstmalig aufeinandergetroffen – das Duell zwischen Wacker und Memmingen hat also eine lange Tradition. Seit dem 2:2 damals wurden weitere 18 Vergleiche ausgetragen, in denen Burghausen sechs Mal als Sieger und fünf Mal als Verlierer vom Platz ging. In der Regionalliga Bayern sind sich die beiden Vereine bislang acht Mal gegenübergestanden: Auch hier ist die Burghauser Bilanz mit drei Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen knapp positiv. Das letzte Duell im April dieses Jahres entschied Burghausen nach Treffern von Maurizio Scioscia und Lukas Pöllner mit 2:0 für sich.  

Personal

Kapitän Daniel Hofstetter ist der einzige Spieler, der wegen seiner Rückenbeschwerden sicher nicht dabei sein kann. Nach seinem grippalen Infekt wird Marius Duhnke wohl erst mal auf der Bank Platz nehmen, für 90 Minuten reicht die Kraft mit Sicherheit noch nicht. Und auch Thorsten Nicklas, der aufgrund seiner Bänderverletzung die letzten beiden Wochen nicht trainieren konnte, ist noch kein Kandidat für die Starformation. Ansonsten hat Schellenberg aber freie Auswahl, es wird also spannend, wem der Trainer gegen Memmingen am meisten zutraut. Sicher wieder dabei ist Muhamed Subasic, der zuletzt beim 0:0 in Rosenheim privat verhindert war. „Er ist einer, der Tempo bestimmen kann. Das hat uns in Rosenheim schon gefehlt“, so Schellenberg.

Kader

Tor: 26 Flückiger, 1 Merz - Abwehr: 16 Pöllner, 19 Hingerl, 20 Kappacher, 22 Coscun, 27 Nicklas, 30 Stingl, 31 Schulz, 34 Buchner - Mittelfeld und Angriff: 4 Aigner, 6 Bachschmid, 7 Winklbauer, 8 Subasic, 9 Duhnke, 10 Marinkovic, 17 Omelanowsky, 18 Wächter, 25 Richter.

Schiedsrichter

Thomas Ehrensperger (1. FC Rieden)

Ausblick

Am kommenden Freitag gastiert Wacker um 19 Uhr beim starken Aufsteiger SV Heimstetten, das nächste Heimspiel steigt dann am Samstag, 29. September um 14 Uhr gegen die Profitruppe aus Schweinfurt.

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