Bericht

Mittwoch, 05.09.2018
Bitter: Pokal-Aus nach Elfmeterdrama


Wehrte einen Elfmeter ab, am Ende hat’s dann leider nicht gereicht; Franco Flückiger. Foto: Butzhammer



6:7 gegen Drittliga-Primus Unterhaching – 0:0 nach 90 Minuten

Ist das bitter! Der SV Wacker Burghausen war der Sensation so nahe und musste sich am Ende doch nach dem Viertelfinale aus dem bayrischen Totopokal verabschieden. 90 Minuten lang war die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg am Dienstag dem Drittliga-Primus aus Unterhaching ebenbürtig, erreichte mit einem 0:0 das Elfmeterschießen und unterlag am Ende unglücklich mit 6:7.

Der große Pechvogel war Felix Bachschmid, der als 16. Schütze beim Stand von 6:7 antrat, flach aufs linke Eck zielte, Hachings Keeper Nico Mantl aber die Ecke ahnte und abwehren konnte – aus der Traum! „Riesenkompliment an meine Mannschaft. Das, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir sehr gut umgesetzt und kaum Chancen zugelassen. Unsere Gelegenheiten hätten wir einfach besser ausspielen müssen. Aber wir können heute erhobenen Hauptes vom Platz gehen“, fand Schellenberg nach der Partie fast nur lobende Worte für sein Team, das aufopferungsvoll kämpfte und es dem Favoriten richtig schwer machte. „Am Ende hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Wacker hat sehr gut verteidigt", resümierte Unterhachings Trainer Claus Schromm, der bekannte: „Irgendwie mussten wir weiterkommen. Das war ein dreckiger Sieg.“  

Wie angekündigt, standen Neuzugang Matthias Stingl, Christoph Buchner, Manuel Omelanowsky und Bachschmid im Vergleich zum Buchbach-Spiel neu in der Startelf, Hachings Coachs rotierte gegenüber dem 3:0 gegen Braunschweig gleich acht Neue ins erste Aufgebot. Die SpVgg übernahm zunächst das Kommando, doch nach 20 Minute war Wacker mindestens ebenbürtig. Richtig Gefahr drohte den Gastgebern nur in der 43. Minute, als sich Franco Flückiger gegen Maxi Krauß auszeichnen konnte.

Burghausen dem Siegtreffer näher

Nach dem Seitenwechsel hätten Sascha Marinkovic (47.) und Muhamed Subasic (57.) Wacker in Führung schießen können, ehe der eingewechselte Hachinger Torjäger Stephan Hain in der 67. Minute an Flückiger scheiterte. Auf Seiten der Gastgeber war es Julien Richter, der nach einer Stunde für Marinkovic kam und noch mal für richtig Druck sorgte, aber mit seinen Abschlüssen in der 76. und in der 80. Minute Pech hatte. Haching nun richtig in der Bredouille: Für den schon geschlagenen Keeper Mantl musste nach einem tollen Schuss von Can Coskun ein Abwehrbein auf der Linie retten (82.), sechs Minuten später scheiterte Bachschmid nach Freistoß von Muhamed Subasic noch am Hachinger Schlussmann, ehe der eingewechselte Lukas Aigner mit einem Kopfball an die Latte Pech hatte (88.) – Haching einfach mit Fortuna im Bunde und so ging’s in Elfmeterschießen.

Bachschmid der Pechvogel

Hain verwandelte den ersten Elfer, Kevin Hingerl glich aus. Dann hielt Flückiger gegen Orestis Kiomourtzoglu, postwendend scheiterte Richter an Mantl, alle weiteren Elfer waren drin: Für Haching legten Max Dombrowka, Stefan Schimmer, Dominik Widemann, Christoph Greger, Max Bauer und Joker Finn Porath jeweils ein Tor vor, aber die Burghauser Marius Duhnke, Aigner, Subasic, Buchner und Christoph Schulz schafften immer wieder den Gleichstand, ehe der finale Versuch von Bachschmid zum bitteren Pokal-Aus führte.

Statistik

SV Wacker Burghausen: Franco Flückiger, Christoph Schulz, Can Beklan Coskun, Matthias Stingl (72. Lukas Aigner), Christoph Buchner, Stefan Wächter, Kevin Hingerl, Muhamed Subasic, Felix Bachschmid, Sascha Marinkovic (60. Julien Richter), Manuel Omelanowsky (60. Marius Duhnke) - Trainer: Wolfgang Schellenberg

SpVgg Unterhaching: Nico Mantl, Thomas Hagn (59. Lucas Hufnagel), Maximilian Bauer, Marc Endres, Max Dombrowka, Christoph Greger, Maximilian Krauß (59. Stephan Hain), Orestis Kiomourtzoglou, Sascha Bigalke (78. Finn Porath), Dominik Widemann, Stefan Schimmer - Trainer: Claus Schromm

Tore: 0:1 Stephan Hain (90.), 1:1 Kevin Hingerl (90.), 1:2 Max Dombrowka (90.), 2:2 Marius Duhnke (90.), 2:3 Stefan Schimmer (90.), 3:3 Lukas Aigner (90.), 3:4 Dominik Widemann (90.), 4:4 Muhamed Subasic (90.), 4:5 Christoph Greger (90.), 5:5 Christoph Buchner (90.), 5:6 Maximilian Bauer (90.), 6:6 Christoph Schulz (90.), 6:7 Finn Porath (90.)

Schiedsrichter: Marco Achmüller (Würding)

Zuschauer: 1140 in der Wacker-Arena

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