Bericht

Donnerstag, 30.08.2018
Endlich wieder ein Derbysieg gegen Buchbach?


Ein Ex-Burghauser gegen einen Ex-Buchbacher: Patrick Walleth beim Buchbacher 5:2-Sieg letzte Saison in Burghauser war in dieser Szene vor Kevin Hingerl am Ball. Foto: Buchholz



Am Samstag sind die Rot-Weißen um 14 Uhr in der Wacker-Arena zu Gast

Derbyzeit am neunten Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern in der Wacker-Arena: Mit dem TSV Buchbach gastiert am Samstag um 14 Uhr einer der unmittelbaren Nachbarvereine in der Wacker-Arena, gegen den es den letzten Sieg vor knapp zwei Jahren mit einem 3:0 vor eigenem Publikum gab.

Kevin Hingerl, Benjamin Kindsvater und Marius Duhnke erzielten damals die Treffer, in den letzten drei Vergleichen ist Wacker seither allerdings leer ausgegangen. Richtig bitter war vor allem die 2:5-Heimpleite im Oktober letzten Jahres, als zwar erneut Duhnke und Hingerl trafen, die Mannschaft von Trainer Anton Bobenstetter jedoch den ersten Sieg in der Wacker-Arena überhaupt feiern konnte: Drei Spieler, die damals für vier Buchbacher Tore verantwortlich waren, sind am Samstag definitiv nicht dabei: Hannes Maier ist nach nur einer Saison in Buchbach wieder nach Erlbach zurückgekehrt – er hatte damals den 1:1-Ausgleich erzielt, sehenswert war aber vor allem sein Fallrückzieher zum 2:4, der später zum Tor des Monats gekürt wurde. Ebenfalls nicht am Start ist Patrick Drofa, Schütze zum 1:3, der wegen eines Bruchs des Wadenbeinköpfchens sechs Wochen pausieren muss. Weil ja auch Daniel Hofstetter, dem damals ein sehr unglückliches Eigentor zum 1:2 unterlaufen ist, fehlt, werden wohl in den Starformationen nur die Burghauser Torschützen stehen, zumal Merphi Kwatu, der den fünften Buchbacher Treffer erzielt hat, derzeit nur zweite Wahl bei den Gästen ist und zudem Zahnprobleme hat.

Schellenberg: Müssen athletisch dagegenhalten

„Das ist Vergangenheit, für uns zählt, dass wir uns optimal auf den Gegner vorbereiten, der eine sehr routinierte und erfahrene Mannschaft hat“, erklärt Burghausens Trainer Wolfgang Schellenberg, der dem Gegner einen „unwahrscheinlichen Willen“ attestiert, um „Spiele für sich zu entscheiden.“ Für den Fußball-Lehrer geht es darum, dass seine Mannschaft „im athletischen Bereich dagegenhält und die eigenen Qualitäten auf den Platz bringt.“

Mit der bisherigen Entwicklung seiner Mannschaft ist Schellenberg zufrieden. Sieht aber weiter Luft nach oben: „Grundsätzlich ist es ja so, dass die Mannschaft in der letzten Saison noch im lange Frühjahr gegen den Abstieg gespielt hat. Jetzt haben wir schon 18 Punkte, die uns keiner mehr nehmen kann. Allerdings müssen wir noch konstanter werden. Wir haben zu oft noch Phasen, in denen wir nicht mutig genug sind, unser Spiel durchzudrücken.“

Gegenseitiger Respekt    

Bei den Gästen fehlen neben Drofa auch Thomas Breu und Thomas Leberfinger, die bei zwei verschiedenen Hochzeiten Trauzeugen sind. Ansonsten haben Bobenstetter und Andreas Bichlmaier alle Mann an Bord. Auch Maxi Bauer kehrt rechtzeitig von seiner Hochzeitsreise zurück. Mit Sammy Ammari haben die Buchbacher letzte Woche einen echten Transferkracher gelandet, der beim 3:1 gegen Fürth II gleich zwei Torvorlagen beisteuern konnte. Der 24-jährige Mittelstürmer war zuvor drei Jahre in Fürth und beim FC Ingolstadt II. „An diesem Transfer sieht man sehr deutlich, welche Möglichkeiten auch Buchbach hat“, sagt Schellenberg, der vor dem Nachbarverein den Hut zieht: „Hochachtung vor der Buchbacher Leistung, die ja Gründungsmitglied der Regionalliga Bayern sind.“ Umgekehrt würdigt Löwen-Fan Bobenstetter die Arbeit von Schellenberg: „Er hat jahrelang das Tafelsilber bei 1860 entdeckt. Deswegen freut es mich auch, dass es für ihn in der Liga bislang so gut klappt.“       

Bilanz

Acht Mal standen sich beide Mannschaften bislang in der Regionalliga Bayern gegenüber, vier Duelle entschied Wacker für sich, vier die Rot-Weißen, die in der vergangenen Spielzeit beide Male als Sieger vom Platz gingen und damit die letzten drei Vergleiche für sich entscheiden konnten. Es wäre also mal wieder an der Zeit, einen Wacker-Sieg zu feiern. Insgesamt ist die Bilanz für Burghausen trotz der drei vergangenen Niederlagen aber noch positiv, denn aus dem April 2010 steht noch ein 4:3-Sieg im Totopokal zu Buche.

Personal

Kapitän Hofstetter fällt wegen seiner Rückenprobleme weiter aus, eine schnelle Besserung der Verletzung, die konservativ behandelt wird, ist nicht Sicht. Im Tor gibt wieder Patrick Nothaft den Ersatzmann für Flückiger, im Pokal gegen Unterhaching und in Rosenheim sitzt Robert Mayer auf der Ersatzbank, danach müsste Nico Merz, der in dieser Woche erstmalig das gesamte Trainingsprogramm mitmachen konnte, so weit sein. Die Neuzugänge Matthias Stingl und Coskun Can werden wohl noch nicht im Startaufgebot stehen, gehören aber wahrscheinlich zum Kader und könnten dann im Pokal gegen Unterhaching schon mal ins Team rotieren.

Kader

Tor: 26 Flückiger, 39 Nothaft - Abwehr: 16 Pöllner, 19 Hingerl, 20 Kappacher, 22 Coscun, 27 Nicklas, 30 Stingl, 31 Schulz, 34 Buchner - Mittelfeld und Angriff: 4 Aigner, 6 Bachschmid, 7 Winklbauer, 8 Subasic, 9 Duhnke, 10 Marinkovic, 17 Omelanowsky, 18 Wächter, 20 Micheli, 25 Richter.

Schiedsrichter

Andreas Hartl (Hacklberg)

Ausblick

In den nächsten Tagen geht es Schlag auf Schlag: Bereits am Dienstag steht um 19 Uhr das Pokal-Achtelfinale gegen die SpVgg Unterhaching auf dem Programm, ehe es am Freitag um 19 Uhr zum nächsten Derby nach Rosenheim geht. Die roten Sechziger waren übrigens die erste Station von Schellenberg als Trainer im Herrenbereich und zwar vor der Ligenreform in der damaligen Bayernliga. Das nächste Regionalligaspiel in der Wacker-Arena ist dann die Partie am Freitag, 14. September gegen den FC Memmingen.

 
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