Bericht

Samstag, 11.08.2018
1:3 in Garching: Erste Wacker-Niederlage


Lukas Aigner trifft per Kopf zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Foto: Butzhammer



Schellenberg: Haben uns das selbst zuzuschreiben

Dass es irgendwann kommen würde, war klar, dass es am Samstag beim VfR Garching passieren würde, war so nicht vorhersehbar und das Ärgerlichste aus Sicht von Trainer Wolfgang Schellenberg. „Das war absolut unnötig, das haben wir uns selbst zuschreiben“, so der Trainer nach der 1:3-Niederlage am Samstag im Garmin-Stadion am See.

„Jammern“ auf hohem Niveau, immerhin bleibt Wacker auch nach der sechsten Runde der Fußball-Regionalliga Bayern Tabellenführer, aber die Spitzenposition ist in Gefahr sollten die kleinen Bayern und der 1. FC Nürnberg II ihre Nachholspiele gewinnen. Die Zweitvertretung des Rekordmeisters gastiert am Mittwoch in Pipinsried und könnte mit einem Sieg nach Punkten gleichziehen, läge aber dann nach Toren vorne.

Schellenberg: Haben uns selber geschlagen

Der Tabellenplatz ist Schellenberg, der zum sechsten Mal in Folge mit der gleichen Startaufstellung ins Rennen ging, vordergründig erst mal nicht so wichtig: „Wir wussten ja, dass irgendwann der Rückschlag kommt, aber ärgerlich ist es, dass wir gegen eine Mannschaft verloren haben, die unterm Strich nicht besser war. Summa summarum hat Garching zwar verdient gewonnen, aber das haben wir selber zu verantworten“, so der Burghauser Fußball-Lehrer, der anfügte: „Für mich persönlich ist die Niederlage deswegen schwer zu akzeptieren, weil wir uns selber geschlagen haben. Hätten wir gegen einen übermächtigen Gegner gespielt, könnte ich damit besser leben.“

Wacker fand schwer ins Spiel

Warum Burghausen so schwer ins Spiel fand, ist für den Trainer erst einmal nicht nachvollziehbar: „Ich habe nichts auf Garchinger Seite gesehen, das es uns unmöglich gemacht hätte, an die Leistungen der vergangen Spiel anzuknüpfen.“ Eine mögliche Schlüsselszene war die Chance von Stefan Wächter in der 22. Minute, der nach einem Doppelpass aus kurzer Distanz an Keeper Maximilian Engl scheiterte. „In den vergangenen Spielen hatten wir das Glück, dass wir mit der ersten Chance auch das Tor gemacht haben. Aber darauf gibt es kein Abo“, so Schellenberg.

Garchings Kapitän Dennis Niebauer erzielte in der 26. Minute per Strafstoß den Führungstreffer und Schellberg kritisierte: „Da attackieren wir zu spät und machen dann das Foul.“ Lukas Aigner gelang in der Nachspielzeit nach einer Ecke per Kopf der Anschlusstreffer, aber der ganz große Ruck ging dann auch nach der Pause nicht durch die Mannschaft. Muhamed Subasic hatte in der 59. Minute den Führungstreffer auf dem Schlappen, Engl parierte aber und drei Minuten später ließ Burghausen Tom Zimmerschied laufen, der dann eiskalt zum 2:1 verwandelte. Burghausen wehrte sich, hatte auch noch Möglichkeiten, doch nach einem Freistoß von Orkun Tugbay war Mike Niebauer in der 73. Minute mit dem Treffer zum Endstand zur Stelle.       

Analyse

„Uns haben heute im Vergleich zu den vorhergehenden Spielen zehn Prozent gefehlt“ musste Schellenberg feststellen und fügte hinzu: „Wir waren einfach zu unachtsam, haben Fehler gemacht, die uns sonst so nicht passieren. Aus dem Spiel heraus hat sich ja Garching kaum Möglichkeiten erarbeitet.“

 

Statistik

SV Wacker: 26 Flückiger - 31 Schulz, 19 Hingerl, 34 Buchner, 27 Nicklas - 4 Aigner - 18 Wächter, 8 Subasic - 9 Duhnke, 25 Richter, 6 Bachschmid.

Bank: 5 Hofstetter, 7 Winklbauer, 10 Marinkovic, 22 Sulmer, 29 Holek, 30 Micheli, 39 Nothhaft.

Wechsel: 56. Micheli für Bachschmid, 70. Marinkovic für Nicklas, 78. Holek für Schulz Wächter

Tore: 1:0 Dennis Niebauer (28., Foulelfmeter), 1:1 Aigner (45. + 3), 2:1 Zimmerschied (63.), 3:1 Mike Niebauer (77.)  

Schiedsrichter: Achmüller (Würding)

Zuschauer: 500 im Garmin-Stadion am See

Gelb: Engl, Kelmendi, Pflügler, Mike Niebauer - Bachschmid

Ausblick

„Wir werden das Spiel genau analysieren und uns dann auf das Spiel am Freitag gegen Aschaffenburg vorbereiten“, sagt Trainer Schellenberg, der die Viktoria am kommenden Freitag um 19 Uhr in der Wacker-Arena erwartet.

 

 

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