Bericht

Freitag, 10.08.2018
Schellenberg: Serien haben wenig zu sagen


Muhamed Subasic hat zuletzt den goldenen Treffer gegen Bayreuth erzielt. Foto: Zucker



Burghausen gastiert am Samstag um 14 Uhr in Garching

Fünf Spiele, fünf Siege – Wacker ist Tabellenführer in der Fußball-Regionalliga Bayern, aber ist das Team von Trainer Wolfgang Schellenberg deswegen am Samstag um 14 Uhr beim VfR Garching der klare Favorit? „Es ist schon so, dass man vor einer erfolgreichen Mannschaft als Gegner mehr Respekt hat, aber gleichzeitig ist das auch Motivation für den Gegner. Insofern haben Serien wenig zu sagen“, findet Schellenberg.

Der Burghauser Trainer möchte, ob Favorit oder Außenseiter, ohnehin jedes Spiel gewinnen, ob es in Garching zum sechsten Mal in Folge klappt, ist für Schellenberg zu allererst eine Sache der eigenen Leistung: „Es wird entscheidend sein, wie wir gegen den Ball arbeiten und wie wir mit dem Ball spielen. Wir müssen fokussiert sein und unseren Plan umsetzen. Wahrscheinlich werden dann ganz wenige Aktionen das Spiel entscheiden. Diese Situationen müssen wir uns erarbeiten und dann entsprechend in Tore umsetzen.“

Garching noch ohne Heimsieg

Den VfR Garching, der in dieser Saison noch keinen Heimsieg geschafft hat, sieht Schellenberg als taktisch variablen Gegner, der nicht „umsonst letzte Saison auf Platz vier gelandet ist.“ Beindruckt haben den Fußball-Lehrer auch die letzten Resultate: „Gegen Schweinfurt muss man erst einmal 1:1 spielen und ein 2:0 in Fürth ist auch keine Selbstverständlichkeit. Das zeugt schon von der Qualität der Mannschaft, die ja sehr viel über ihren Willen und den Kampfgeist bewegen kann. Da müssen wir dagegenhalten.“

Neben der ausführlichen Videoanalyse hat Schellenberg die Garchinger in dieser Saison schon zwei Mal live gesehen und hat sich so ein ausführliches Bild machen können. Welche taktischen Schlüsse er daraus gezogen hat, wollte er nicht verraten: „Der Grundplan steht, aber es gibt noch die eine oder andere Variante, da habe ich mich noch nicht entschieden.“

Torhüter Engl ein Elfmeterkiller

Die Gastgeber haben in dieser Woche noch mal personell nachgelegt und damit auf die schwere Verletzung von Dominik Heep reagiert, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Als Ersatz hat das Team um Trainer Daniel Weber noch mal einen echten Hochkäter an Land ziehen können: Abwehrspieler Philipp Walter kommt vom VfB Stuttgart II, für den er in den letzten beiden Spielzeiten 55 Mal aufgelaufen ist. Seine Ausbildung hat der 22-Jährige bei den Löwen und den Bayern genossen. Fragezeichen stehen bei Garching noch hinter den Einsätzen von Mario Staudigl (muskuläre Probleme) und Christian Hercog (Schambein), sicher nicht dabei ist Emre Tunc (Muskelbündelriss). Einer der großen Garanten für die insgesamt sieben Punkte, die Garching auf dem Konto hat, ist der neue Keeper Maximilian Engel (20), der aus Erfurt gekommen ist und schon drei Strafstöße pariert hat.

Bilanz

Erst sieben Mal sind der VfR Garching und der SV Wacker Burghausen in Pflichtspielen auf einander getroffen, erstmalig in der Saison 2011/12, als sich Wacker im Totopokal mit 1:0 in Garching behaupten konnte. In sechs Regionalliga-Vergleichen gab es nur einen VfR-Sieg, der im Frühjahr 2017 aber mit 4:0 deutlich ausfiel, ansonsten setzte sich Burghausen drei Mal durch. Das 0:0 im Hinspiel der letzten Saison - eines von zwei Unentschieden - gab es vor ziemlich genau einem Jahr, beim Rückspiel am 7. März dieses Jahres ließ Wacker beim 4:1 keine Zweifel aufkommen. Vor der Pause trafen schon Stefan Wächter und Tobi Janietz, nach dem Seitenwechsel erzielte Martin Holek zwei wunderschöne Freistoß-Tore.

Personal

Keeper Nico Merz soll nächste Woche ins Training einsteigen, für ihn wird erneut Patrick Nothhaft auf der Bank Platz nehmen. Ansonsten hat Trainer Schellenberg alle Mann an Bord uns könnte zum sechsten Mal in Folge die gleiche Startelf ins Rennen schicken. Mögliche taktische Varianten beträfen allenfalls Mittelfeld und Offensive. „Je nachdem ob wir offensiver oder defensiver in der Grundordnung auflaufen wollen, könnten Valentin Micheli oder Daniel Hofstetter ins Team rücken“, so Schellenberg, der auch einen Startelf-Einsatz von Sascha Marinkovic in Betracht zieht: „Sascha könnte ja auch über die Flügel kommen.“

Kader

Tor: 26 Flückiger, 39 Nothhaft - Abwehr: 5 Hofstetter, 16 Pöllner, 19 Hingerl, 20 Kappacher, 27 Nicklas, 31 Schulz, 34 Buchner - Mittelfeld und Angriff: 6 Bachschmid, 7 Winklbauer, 8 Subasic, 9 Duhnke, 10 Marinkovic, 17 Omelanowsky, 18 Wächter, 20 Micheli, 22 Sulmer, 23 Muteba, 25 Richter, 29 Holek.

Schiedsrichter

Marco Achmüller (Würding)

Ausblick

Das nächste Heimspiel steigt am Freitag, 17. August um 19 Uhr gegen Viktoria Aschaffenburg, eine Woche später muss Wacker am Samstag um 14 Uhr beim FC Augsburg II ran, ehe am 1. September das Derby gegen den TSV Buchbach auf dem Programm steht. Dazwischen soll noch die zweite Runde im Totopokal gespielt werden, die Auslosung hat aber noch nicht stattgefunden.

 

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