Samstag, 04.08.2018
Wacker unaufhaltsam: Fünf Spiele – fünf Siege


Muhamed Subasic freut sich über seinen Treffer zum 1:0. Julien Richter und Lukas Aigner kommen zum Gratulieren. Foto: Buchholz



Tabellenführer besiegt Schlusslicht Bayreuth 1:0

Was für ein Traumstart! Der SV Wacker Burghausen schwebt nach fünf Siegen in fünf Spielen auf Wolke sieben und führt nach dem 1:0 am Freitagabend gegen Schlusslicht Bayreuth die Tabelle der Fußball-Regionalliga Bayern weiter mit zwei Punkten Vorsprung vor dem 1. FC Schweinfurt an. Bayreuth bleibt ohne Punkt und ohne Tor Letzter.

Wäre die Partie gegen die Oberfranken mit drei oder vier Toren Unterschied zu Ende gegangen, hätte sich die „Oldschdod“ nicht beschweren können. Burghausen erspielte sich über ein halbes Dutzend erstklassiger Möglichkeiten, die ungenutzt verstrichen, das Tor des Abends erzielte Muhamed Subasic bereits in der fünften Minute, als die Bayreuther einen Einwurf zu kurz abwehrten und „Suba“ aus 16 Metern volley ins Eck traf – schon sein zweiter Saisontreffer.     

Feldhase flitzt über den Rasen

Kurz vor Spielbeginn flitzte noch ein Feldhase über den Rasen der Wacker-Arena, ein Bild mit Symbolkraft, denn Bayreuth agierte ähnlich ängstlich, war aber längst nicht so flink unterwegs. Mit einer Fünfer-Kette in der Abwehr versuchten die Oberfranken den Laden dicht zu machen, nach dem frühen Tor für Burghausen war das Konzept von Trainer Joe Albersinger Makulatur: „Der Gegentreffer war ärgerlich, weil wir den Schützen nicht stellen können. Wenn der Matchplan auf der Defensivleistung aufbaut, ist so ein früher Gegentreffer natürlich Gift.“

Extrem schädlich ist es zudem auch, wenn man den Gegner Freiräume gewährt, die normal deutlicher bestraft werden. Bayreuth war vor allem in der ersten Halbzeit viel zu wenig präsent, meist zweiter Sieger in den Zweikämpfen und überhaupt viel zu weit weg vom Gegner. „Burghausen war immer einen Tick schneller und stärker in den Zweikämpfen. Wir hatten einige Male Glück, deswegen geht der Sieg in Ordnung, musste auch Albersinger konstatieren.  

Chancen fast im Minutentakt

Nach einer kurzen Verschnaufpause in Folge des Führungstreffers erhöhte der Spitzenreiter nach der ersten Trinkpause wieder das Tempo und deckte die Schwächen der Gäste schonungslos auf: In der 28. Minute zögerte Stefan Wächter nach Zuspiel von Felix Bachschmid frei vor Sebastian Kolbe zu lange, nur 60 Sekunden später hätte  Subasic nach einem Konter über den bärenstarken Julien Richter aus sechs Metern seinen zweiten Treffer erzielen müssen und in der 30. Minute flog ein Ball von Marius Duhnke am Knick vorbei, ehe Bachschmid nach einem Chip von Lukas Aigner nicht richtig an die Kugel kam (32.). Richter war es auch, der in der 39. Minute die Bayreuther Abwehr mit einem Zuckerpass aushebelte, Bachschmid konnte den Ball frei vor Kolbe jedoch nicht richtig verarbeiten (39.). Auch Wächter bekam in der 45. Minute noch mal die Chance, scheiterte aber aus zwölf Metern am Bayreuther Schlussmann.

Nach dem Wechsel konnte Bayreuth die Partie etwas ausgeglichener gestalten, blieb aber bis auf eine Möglichkeit durch Ivan Knezevic in der 83. Minute auffallend ungefährlich. Die Gastgeber hatte auch noch Gelegenheiten durch Aigner und Bachschmid, waren aber nicht mehr ganz so zwingend.

Analyse

„Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden. Da haben den Ball gut laufen lassen und haben uns viele Chancen herausgespielt“, freute sich Wacker-Trainer Wolfgang Schellenberg, der natürlich auch gerne mehr Tore seiner Mannschaft gesehen hätte: „Positiv ist, dass wir diese Chancen herausgespielt haben, das war ja in den vorhergehenden Spielen nicht immer so. Trotzdem müssen wir das Spiel in der ersten Halbzeit einfach entscheiden.“ Dass seine Mannschaft nach der Pause etwas den Faden verloren hat, betrübt den Fußball-Lehrer nicht sonderlich: „Wir haben vor der Pause großen Aufwand betrieben, da ist es bei der Hitze normal, dass man etwas defensiver denkt und dann fehlen eben im Aufbau manchmal die Anspielstationen.“

Statistik

SV Wacker: 26 Flückiger - 31 Schulz, 19 Hingerl, 34 Buchner, 27 Nicklas - 4 Aigner - 18 Wächter, 8 Subasic - 9 Duhnke, 25 Richter, 6 Bachschmid.

Bank: 5 Hofstetter, 7 Winklbauer, 10 Marinkovic, 22 Sulmer, 29 Holek, 30 Micheli, 39 Nothhaft.

Wechsel: 76. Marinkovic für Richter, 79. Hofstetter für Duhnke, 88. Micheli für Wächter

Tor: 1:0 Subasic (5.)

Schiedsrichter: Hummel (Betzigau)

Zuschauer: 1018 in der Wacker-Arena

Gelb: - / Dengler

Ausblick

Das nächste Heimspiel steigt am Freitag, 17. August um 19 Uhr gegen Aschaffenburg. Zuvor müssen die Jungs von Trainer Schellenberg zwei Mal auswärts ran: Am 8. August geht es im Toto-Pokal nach Burgweinting (18.30 Uhr) und am kommenden Samstag steht um 14 Uhr die Regionalliga-Partie beim VfR Garching auf dem Programm.