Bericht

Montag, 09.04.2018
Bayern zu übermächtig




Wacker Burghausen hat am Montagabend bei Bayern München II mit 0:5 verloren.

Personal: Kevin Hingerl (Syndesmoseband-Anriss), Sascha Marinkovic (Bänderriss), Daniel Hofstetter und Mauri Scioscia (beide Rot-Sperre) standen nicht zur Verfügung.

Spielverlauf: „Aufgrund unserer personellen Situation wäre ein Punktgewinn schon eine kleine Sensation“, hatte Wacker-Trainer Patrick Mölzl vor dem Spiel gesagt und das Duell als „David gegen Goliath“ bezeichnet. In einer 5-4-1-Formation versuchte Mölzl möglichst lange hinten die Null zu halten und mit schnellem Umschaltspiel in der Offensive zum Erfolg zu kommen. Der Plan ging eine halbe Stunde lang gut auf. Die Abwehr stand stabil. Dann leistete sich der SV Wacker in der Vorwärtsbergung einen kapitalen Fehlpass. Ex-Profi Nicolas Feldhahn erkannte den freien Raum im Zentrum und bediente Milos Pantovic, der mit einem Schuss aus der Drehung den 1:0-Führungstreffer für die Roten erzielte (30.). Beim zweiten Treffer drehten Feldhahn und Pantovic die Sache um, denn der Innenverteidiger des FCB köpfte eine Ecke von Pantovic freistehend ins lange Eck ein (41.). „Bei Standards gibt es eine klare Zuteilung, das darf nicht passieren“, echauffierte sich Mölzl. „Beide Gegentore haben wir durch individuelle Fehler selbst verschuldet.“ Nach dem Seitenwechsel hätte Christoph Buchner nach einem Freistoß von Muhamed Subasic den Anschlusstreffer erzielen können, zielte jedoch aus kurzer Distanz knapp daneben (52.). Danach rutschte Julien Richter in aussichtsreicher Position aus, die Bayern-Abwehr konnte so in höchster Not klären (57.). „Das war unsere stärkste Phase, nochmal ins Spiel zurück zu kommen. Wenn wir da ein Tor machen, wird es vielleicht nochmal spannend“, so Mölzl. Besser machten es die kleinen Bayern, die durch einen abgefälschten Schuss von Franck Evina auf 3:0 erhöhten (62.). Mölzl: „Da haben wir es den Bayern zu einfach gemacht.“ Richtig bitter wurde es dann, als der ansonsten stark aufspielende Lukas Pöllner nach einer scharfen Hereingabe von Pantovic den Ball ins eigene Netz zum 0:4 lenkte (78.). Kevin Hingerls Bruder Marco besorgte schließlich mit seinem Treffer den 5:0-Endstand (84.). „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, in der heutigen Konstellation waren wir nicht auf Augenhöhe. Die Qualität des Gegners war einfach zu hoch.“ 

FCB: 36 Früchtl - 4 Götze, 15 Awoudja, 5 Feldhahn, 3 Mayer - 30 Dorsch, 40 Benko - 9 Evina, 17 Tillman, 10 Pantovic - 7 Wriedt.
Ersatz: 1 Weinkauf - 2 Türkkalesi, 11 Crnicki, 14 Hingerl, 18 Isherwood, 22 Gschwend, 24 Nollenberger.

Wacker: 26 Flückiger - 31 Schulz, 16 Pöllner, 34 Buchner, 3 Janietz, 8 Subasic - 18 Wächter, 23 Muteba - 9 Duhnke, 22 Sulmer - 17 Omelanowsky.
Ersatz: 33 Zbinden - 6 Knochner, 20 Bann, 24 Pichler, 25 Richter, 29 Holek, 30 Mendes. 

Wechsel: Hingerl für Tillman (62.), Isherwood für Awoudja (71.), Crnicki für Wriedt (75.) - Richter für Sulmer (46.), Holek für Omelanowsky (77.), Pichler für Muteba (79.).   

Tore: 1:0 Pantovic (30.), 2:0 Feldhahn (41.), 3:0 Evina (62.), 4:0 Pöllner (78./ET), 5:0 Hingerl (84.). 

Gelbe Karten: -

Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger. 

Zuschauer: 582 im Grünwalder Stadion. 

Ausblick: Am Dienstag, 17. April, gastiert der SV Wacker bei der SpVgg Bayreuth. Anpfiff ist um 18:15 Uhr.

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