Bericht

Mittwoch, 09.08.2017
"Mit Mut und Überzeugung!"




Wacker-Trainer Patrick Mölzl nimmt im Interview mit wacker1930.de Stellung zum Pokalaus in Dorfen und zu den anstehenden Aufgaben in der Regionalliga Bayern.

Hallo Patrick, wie ist die Pokal-Niederlage beim Bezirksligisten TSV Dorfen zu erklären?
Patrick Mölzl: „Drei Gegentore gegen Dorfen sind nicht akzeptabel - da gibt es nichts schönzureden! Wir haben es in 90 Minuten nicht geschafft, einen Gegner aus der Bezirksliga so zu bespielen, dass wir am Ende als Sieger vom Platz gehen. Wenn man als klarer Favorit nach regulären Spielzeit die Partie nicht entscheiden kann, hat man es letztlich auch nicht verdient, eine Runde weiter zu kommen. Eine Niederlage nach Elfmeterschießen ist dann grundsätzlich immer unglücklich, in unserer Situation nach dem schlechten Saisonstart aber doppelt bitter.“

Der Pokal wäre eine gute Möglichkeit gewesen, Selbstvertrauen für die Regionalliga zu tanken.
Patrick Mölzl: „Das war unser Ziel, und darauf haben wir uns auch vor dem Spiel in der Kabine eingeschworen: Wir wollten uns nach dem schlechten Start in die neue Saison mit nur einem Sieg aus vier Spielen Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben holen. Das ist uns nicht gelungen. Leider. Deswegen müssen wir nach vorne schauen. Die nächsten Aufgaben stehen vor der Tür - darauf müssen wir jetzt den Fokus legen.“

Wie geht es Kevin Hingerl, der gestern kurz nach seiner Einwechslung bereits wieder verletzt raus musste?
Patrick Mölzl: „Kevin hat ein Hämatom an der Hüfte, dazu eine Einblutung im Becken. Er fällt wohl zwei Wochen aus. Das ist sehr ärgerlich.“

Nach Philipp Knochner der zweite wichtige Sechser …
Patrick Mölzl: „Ich wollte Kevin gestern eigentlich schonen, aber nach dem 1:1 zur Pause brauchten wir einen Impuls auf dem Platz. Kevin ist auch gleich vorne weg marschiert, dann kam die Verletzung. Wir müssen sehen, wie wir seinen Ausfall kompensieren können. Der langfristige Ausfall von Philipp hat uns schon sehr weg getan. Jetzt kommt Kevin dazu, mindestens für die nächsten beiden Spiele. Mit Stefan Wächter und Bastian Grahovac haben wir jetzt noch zwei 20-jährige Sechser im Kader. Bastian war lange verletzt, benötigt noch Zeit, um stabil zu werden. Gestern hatte er wieder eine Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Wir versuchen ihn kontinuierlich aufzubauen. Jammern hilft aber nichts. Die Ausfälle von Philipp und Kevin im Mittelfeld können wir nur als Team auffangen - jetzt müssen eben andere in die Bresche springen.“

Steht Muhamed Subasic am Samstag wieder zur Verfügung?
Patrick Mölzl: „Suba fehlte in Dorfen aufgrund eines privaten Termins. Er ist im Moment in seiner Heimat in Bosnien. Ursprünglich war vereinbart, dass er erst am Montag zurück kommen kann. Er konnte jetzt aber die Angelegenheiten so verschieben, dass er am Samstag in Garching dabei sein wird.“

Suba und die anderen Führungsspieler sind jetzt mehr gefragt denn je …
Patrick Mölzl: „Genau. Die erfahrenen Spieler im Kader wie Suba, Franco Flückiger, Daniel Hofstetter, Christoph Buchner oder auch Martin Holek müssen auf dem Platz die Zeichen setzen und mit gutem Beispiel voran gehen, die anderen Spieler mitreißen.“

Auffallend sind die vielen Gegentore in der noch jungen Saison. Woran liegt es?
Patrick Mölzl: „Wir hatten ja einen relativ großen Umbruch in der Mannschaft mit vielen Zugängen. Dann verletzen sich im ersten Spiel gleich Philipp und Tobi Janietz. Die Mannschaft konnte noch nicht stabil sein. Fakt ist, dass wir zu viele individuelle Fehler gemacht haben, die dann auch noch sofort mit Gegentoren bestraft wurden. Mit Glück waren wir bisher nun wirklich nicht gesegnet. Aber das müssen wir uns einfach hart erarbeiten, auch mal erzwingen, wenn es nicht so läuft. Wir müssen viel konsequenter und entschlossener das eigene Tor verteidigen, und das gilt nicht nur für die Abwehrspieler. Alle zusammen!“

In den kommenden zehn Tagen stehen drei Richtung weisende Spiele an: am Samstag in Garching, dann das Nachholspiel gegen Schalding-Heining am kommenden Dienstag in der Wacker-Arena und danach das Heimspiel gegen Greuther Fürth II am Samstag in einer Woche.
Patrick Mölzl: „Richtig. Alles Spiele, bei denen wir punkten müssen - mit Mut und Überzeugung! Aktuell haben wir drei Zähler zu wenig auf dem Konto. Diese wollen wir uns in den anstehenden Aufgaben zurück holen. Es liegt an uns, jetzt die Trendwende einzuläuten - anfangen wollen wir mit einem leidenschaftlichen und beherzten Auftritt beim VfR Garching!“

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