Bericht

Montag, 15.05.2017
"Unser Ziel: Pokal gewinnen!"




Im Interview mit wacker1930.de spricht Wacker-Trainer Patrick Mölzl über das Pokalfinale gegen den 1. FC Schweinfurt am 25. Mai, die Kaderplanung und die Kritik nach dem 0:6 in Ingolstadt.

wacker1930.de: Patrick, am 25. Mai steht mit dem Pokalfinale das Spiel des Jahres für den SV Wacker an. Wie sieht die Vorbereitung mit der Mannschaft auf diese wichtige Partie aus?
Patrick Mölzl: Mit dem Heimspiel gegen Rosenheim hatten wir fünf Spiele innerhalb von 16 Tagen, deshalb habe ich bereits in den vergangenen Spielen versucht, die Belastung auf viele Schulter zu verteilen, jedem Spieler die nötige Auszeit zu geben. Entscheidend ist, dass wir alle Spieler am 25. Mai gesund auf den Platz bringen, dazu in einer körperlich guten Verfassung sind. Gerade am Ende einer Saison ist es wichtig, die Belastung optimal zu steuern.

wacker1930.de: Nach dem 0:6 in Ingolstadt gab es viel Kritik, vor allem in Bezug auf die Aufstellung.
Patrick Mölzl: Kritik am Ergebnis verstehe ich durchaus, an der Aufstellung nicht. Denn welche Spieler standen auf dem Platz? Nur Spieler, die zum Kader gehören. Philipp Knochner und Benji Kindsvater waren lange verletzt, konnten noch nicht bei hundert Prozent sein, leider mussten sie dann sogar durchspielen. Und junge Spieler müssen mal ins kalte Wasser geworfen werden. Der Einzige, der zum ersten Mal gespielt hat, war Anis Cecunjanin. Er kam im Winter aus Ingolstadt zu uns, daher war es der richtige Tag, ihm eine Chance zu geben. Es hat leider nicht so gut funktioniert in der ersten Halbzeit, obwohl wir bei jedem Gegentor im eigenen Sechzehner deutlich in Überzahl waren, nur sind wir nicht in die Zweikämpfe gekommen. Und die Niederlage haben letztlich auch sicher nicht die jungen Spieler zu verantworten, schließlich standen noch genug gestandene Spieler auf dem Platz. Was total vergessen wird, ist, dass Ingolstadt mit einer sehr guten Mannschaft gespielt hat, vor einigen Wochen haben sie auch Nürnberg II mit 6:0 besiegt, am vergangenen Wochenende Hof mit 7:2. Möglich, dass wir an diesem Tag selbst in Bestbesetzung enorme Probleme bekommen hätten. 

wacker1930.de: Einige Spieler aus dem Kader sind seit Sonntag bis kommenden Mittwoch auf Mallorca. Spötter behaupten: eine optimale Vorbereitung sieht anders aus. 
Patrick Mölzl: Ideal ist das sicher nicht, klar. Aber die Reise wurde vor meiner Zeit genehmigt. Ich hätte das Ganze jetzt absagen können, dann hätten die Spieler die Reise stornieren müssen. Das wollte ich aber nicht. Weil ich den Spielern dieses gemeinsame Erlebnis auch gönne. Die Jungs sollen sich erholen, den Kopf frei bekommen, vielleicht wird ja auch der Teamgeist bei einem Gläschen gestärkt, da habe ich auch nichts dagegen. Mit den Daheimgebliebenen werde ich ab Dienstag trainieren. Alle wissen, dass wir am 25. Mai ein großes Ziel haben: den Pokal zu gewinnen! Insofern vertraue ich den Spielern, dass sie ab kommenden Donnerstag gesund und mit hoher Motivation wieder auf dem Trainingsplatz stehen. Wir haben dann eine Woche Zeit, uns sehr intensiv auf Schweinfurt vorzubereiten. 

wacker1930.de: Dominik Weiß wird zum Pokalgegner Schweinfurt wechseln, das ist länger bekannt. Und Alex Eiban hat heute seinen Wechsel zu den Schnüdeln bekannt gegeben. Werden beide im Finale für den SV Wacker auf dem Platz stehen?
Patrick Mölzl: Ich werde die Thematik mit beiden Spielern in den kommenden Tagen ausführlich besprechen, dann eine Entscheidung treffen.

wacker1930.de: Am Samstag wurden insgesamt sieben Spieler verabschiedet. Drei Spieler haben noch nicht verlängert: Kevin Hingerl, Marco Fritscher und Philipp Offenthaler. Wie ist der Stand der Dinge bei ihnen?
Patrick Mölzl: Wir sind in Gesprächen mit den Spielern und ihren Beratern. Kevin Hingerl wurde erst an der Schulter operiert. Bei ihm geht es um einen Ausbildungsplatz. Da sind wir sehr zuversichtlich, dass es klappt. Marco Fritscher hat uns auch signalisiert, dass er bleiben möchte. Auch wir wollen seinen Vertrag verlängern. Es geht da noch um Kleinigkeiten. Wenn er aus Mallorca zurück ist, werden wir uns nochmal zusammensetzen. Philipp Offenthaler hatte unser Vertragsangebot vor einigen Wochen nicht angenommen. In den letzten Spielen habe ich ihn auf verschiedenen Positionen getestet, er hat durchwegs solide Leistungen gezeigt. Er ist erst 19 Jahre, hat noch genug Zeit, sich zu entwickeln. Philipp ist aber etwas ungeduldig, weil er mehr spielen möchte. Das können wir ihm nicht garantieren. Diese Woche am Dienstag und Mittwoch absolviert er ein Probetraining bei Wormatia Worms, dann sehen wir weiter. 

wacker1930.de: Patrick, vielen Dank für das ausführliche Interview. 
Patrick Mölzl: Bitteschön, gern geschehen!

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