Chronik

Die bewegte Geschichte von Wacker Burghausen beginnt im Jahr 1868 als dieser, noch unter dem Namen TV Burghausen gegründet wird. Daraus entsteht nach einigen Umstrukturierungen 1930 der Werksverein „SV Wacker Burghausen“

Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg errang die Jugendmannschaft von Wacker einen achtbaren Erfolg. Die „oberbayerische Meisterschaft“ ging 1947 an die Salzach. Auch die Herrenmannschaft kämpfte sich stetig nach oben. 1965 gelang der Aufstieg in die Landesliga Süd, der man insgesamt 23 Jahre angehörte. Ein Highlight in dieser Zeit war das anlässlich der Eröffnung der neuen Tribüne stattfindende Spiel gegen den von Franz Beckenbauer angeführten FC Bayern München. Vor einer Rekordkulisse von 9.000 Zuschauern ging dieses Spiel 2:0 an den Deutschen Rekordmeister.

Mit der Amtsübernahme des Managerpostens von Kurt Gaugler begann Anfang der 90er der sportliche Höhenflug von Burghausen. Unter Leitung des Trainers Kurt Niedermayer ging es über die Bayernliga (Aufstieg 1993) über die viergleisige Regionalliga (Aufstieg 1995) hoch bis hin zur neu geschaffenen zweigleisigen Regionalliga (Qualifikation 1999/2000). Niedermayer, der vor 8 Jahren einen mittelmäßigen Landesligisten übernommen hatte, hinterließ seinem Nachfolger Rainer Hörgl eine schlagkräftige Regionalmannschaft und trat seine neue Stelle als Jugendtrainer beim FC Bayern München an. Hörgl konnte sich jedoch nicht lange halten und Rudi Bommer übernahm das Traineramt in der Winterpause, als sich die Burghauser auf einem Abstiegsplatz befanden. Erst am letzten Spieltag der Saison konnte mit einem Kraftakt ein 1:1 gegen den 1. FC Schweinfurt 05 geholt und der Klassenerhalt gesichert werden.

In der Saison 2001/2002 geschah nun das „Wunder von Burghausen“. Schon zu Beginn der Saison eroberte die Mannschaft von Rudi Bommer die Tabellenspitze und erreichte überlegen den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Somit hatte es Burghausen innerhalb eines Jahrzehnts von der fünften in die zweite Liga geschafft. Zu den Aufstiegshelden gehörten bekannte Spieler wie Ronald Schmidt, Björn Hertl oder auch der aktuelle Geschäftsführer der Wacker Burghausen Fußball GmbH, Florian Hahn.

In den ersten beiden Jahren der Zweitligaangehörigkeit schlugen sich die Jungs von Wacker sehr passabel. Allerdings verließ am Ende der Saison 2003/2004 wieder ein Mal ein Erfolgstrainer Burghausen in Richtung München. Rudi Bommer heuerte beim TSV 1860 München an und wurde von dem ehemaligen Bundesligaprofi Markus Schupp ersetzt. Die darauffolgenden zwei Saisonen wurden ohne jegliche Abstiegsangst bewältigt, bevor in der Saison 2006/2007 der tränenreiche Abstieg aus der 2. Liga nicht mehr verhindert werden konnte.

Wieder in der Regionalliga angelangt stand ein weiteres Highlight der Vereinsgeschichte kurz bevor. Der große FC Bayern München gab sich im Rahmen der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals die Ehre an der Salzach. Nachdem die wackeren Burghauser den haushohen Favoriten nach überragender kämpferischen Leistung schon zweimal am Rand einer Niederlage hatten, musste man sich dennoch im Elfmeterschießen mit 4:5 geschlagen geben. Durch die Live-Übertragung der ARD mit einer  durchschnittlichen Zuschauerzahl von 7,21 Millionen und einen Marktanteil von 28,7 % erreichte Wacker Burghausen eine nie dagewesene Medienpräsenz. Desweiteren wurde in diesem Spiel der alte Zuschauerrekord in der Wacker-Arena aus dem Jahr 1972 geknackt und um 2.600 auf insgesamt 11.600 Zuschauer verbessert.

Euphorisiert von diesem Erlebnis qualifizierte man sich in der Saison 2007/2008 für die neue Dritte Liga. Dort lief es jedoch sportlich alles andere als gut und am Ende der Premierensaison belegte man mit Rang 18 einen Abstiegsplatz. Da Kickers Emden aber den Lizenzantrag zurückzog, nahm Wacker Burghausen dennoch in der Saison 2009/10 an der Dritten Liga teil und erreichte unter dem neuen Führungsduo Florian Hahn (Geschäftsführer) und Jürgen Press (Trainer) einen respektablen 17. Platz.

Die Saison 2011/12 begann alles andere als erfolgreich. Nach vier Spielen und zwei mageren Punkten reagierte die Vereinsführung und Jürgen Press wurde durch den ehemaligen Bundesligaprofi Mario Basler ersetzt. Doch auch dieser konnte nach guten ersten Ergebnissen den freien Fall der Burghauser nicht verhindern. Am Ende landete die Mannschaft auf einem enttäuschenden 18. Platz, der den sportlichen Abstieg in die Regionalliga bedeutete. Wiederum half eine Entscheidung am "grünen" Tisch. Durch die Einleitung des Insolventverfahren bei dem Ligakontrahenten RW Ahlen, wurde wieder ein Platz in der Dritten Liga frei und ganz Burghausen durfte sich über ein weiteres Jahr Profifußball an der Salzach freuen.


 
 
 
 
 
 
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